Mit dem Rauchen aufhören – Raucherentwöhnung Tipps

Wenn wir einmal bedenken, wie der erste Zug einer Zigarette schmeckt, wissen die Raucher und Ex-Raucher unter uns, dass einem nach dem ersten Zigarettenzug oft schwindelig wird/wurde und der widerliche brennende Geschmack auf der Zunge war auch kein Highlight.

Wenn sich dann auch noch der, vor allem morgens, Hustenreiz einstellt, sollte unser Verstand doch eigentlich Alarm schlagen, oder? Was steckt also dahinter, dass wir weiterrauchen? Ist es immer noch das Versprechen, dass das Rauchen uns gut tut aus der damaligen Werbung? Seit 1972 ist Zigarettenwerbung ja durch die damalige Bundesministerin Dr. Katharina Focke für Jugend, Familie und Gesundheit verboten worden.

Damit verschwinden die Thesen in Wort, Bild und Ton, dass:

  • Rauchen Abenteuer bedeutet
  • Nur ein rauchender Mann ein richtiger Mann ist
  • Die Zigarette eine erotische Ausstrahlung verleiht
  •  Freiheit bedeutet
  • Unabhängigkeit, Selbstsicherheit und Entspannung
  • Genuss verschafft und Anerkennung bringt
  • Gemütlichkeit und Lebensfreude
  •  Geselligkeit und den eigenen Stil präsentieren.

Dieser langwierige Erkenntnisprozess, dass Rauchen nichts verspricht … keine Behaglichkeit, Nikotin ist nicht gesund und es geht uns damit nicht besser – im Gegenteil, hat die Tabakindustrie lange nach Kräften zu verhindern gewusst. Auch heute ist die Haftungs-Prozesswelle gegen Tabakhersteller noch nicht beendet.

Young caucasian woman quiting smoking

Rauchen aufhören

Wir Raucher versprechen uns von der Zigarette immer noch etwas Positives und rauchen fleißig weiter – trotz unangenehmer Begleiterscheinungen. Leider passiert dann Folgendes:
Unser Körper hat sich an das Nikotin gewöhnt und verlangt danach. Eine psychische Abhängigkeit gesellt sich dazu. Wir denken, so einige Situationen ohne den Glimmstängel nicht bewältigen zu können. Die körperliche Abhängigkeit entwickelt sich erst danach

Selbst wenn unser Hausarzt uns offenbart, dass das Rauchen schädlich ist, beispielsweise Arteriosklerose = Arterienverkalkung oder eine „Raucherlunge“ (beispielsweise Asthma oder COPD) bei uns feststellt, sind wir um Gegenargumente nicht verlegen: „“ mein Opa ist 90 geworden und hat auch geraucht „“, „“ dann bekomme ich Konzentrationsstörungen „“ und „“ irgendein Laster hat doch jeder „“ usw. Wir sehen anscheinend nur Nachteile, wenn uns nahegelegt wird, mit dem Rauchen aufzuhören. Die reinsten Horrorszenarien scheinen sich in unserem Kopf abzuspielen.

Des Rätsels Lösung ist …
dass wir glauben, zu wenig Willensstärke aufzubringen, um der Nikotinsucht Adé zu sagen. Dem ist aber nicht so. Überhaupt nicht. Wir dürfen einfach strategisch anders vorgehen – Rauchen ist erwiesenermaßen immer eine Kopfsache! Unser Gehirn ist so programmiert, dass alles in die Tat und in Gefühle umsetzt wird, was wir ihm sagen. Praktisch ist ein Auftrag, der dann ausgeführt wird.

Haben wir also tatsächlich den Entschluss gefasst, mit dem Rauchen aufzuhören, beginnen wir, uns umzuprogrammieren. Ein Alternativprogramm muss her mit guten Gründen. Freude darf sich einstellen, wenn wir an ein Leben ohne Zigaretten denken.
Lebhafte Fantasien dürfen sich breit machen, wie schlimm es uns ergehen wird, wenn wir, wie bisher, weiterrauchen werden. Wir malen uns aus, wie die Sehnsucht sich einstellt, nicht mehr zur Zigarette greifen zu müssen.

Eine geistige Vorbereitung wird konzipiert. Verinnerlichen wir, dass jeder Mensch sich von diesem Suchtverhalten befreien kann – jeder! Auch wenn der erste Anlauf oder mehrere schon vonstattengegangen sind, dann waren die richtigen Strategien eben noch nicht da oder richtig ausgereift. Jetzt sind sie es!

Die Vorteile sich bildlich vorstellen:

  • Wir sparen viel Geld
  • Wir sind körperlich fitter
  • Wir sind leistungsfähiger
  • Wir können stolz auf uns sein
  • Wir sind richtig gute Vorbilder für die Kinder
  • Unsere Haare, Atmung, Haut und die Kleidung riechen gut
  • Die eigenen vier Wände erholen sich und es riecht auch hier wieder gut
  • Wir schmecken und riechen besser
  • Wir haben keinen Raucherhusten mehr
  • Wir haben mit unseren Mitmenschen keine Konflikte wegen des Rauchens mehr
  • Wir haben das Krebsrisiko deutlich gesenkt.

Für alle, die sich mit den Methoden der Raucherentwöhnung und einer erprobten Methode genauer auseinander setzen möchten gibt es auf http://www.info-graz.at/rauchen-aufhoeren-rauchentwoehnung-rauchfrei/news/2979_endlich-weg-vom-rauchen-ob-sie-wollen-oder-nicht/ umfassende Informationen.

Unser Körper braucht kein Nikotin, um funktionieren zu können

Jedes Mal, wenn wir an eine Zigarette denken, machen wir uns klar, wie die Zigarette unserem Körper Unheil bringt. Unserem Körper und unserer Umgebung. Wir drehen das Horrorszenario einfach um und fangen an, uns vor einer Zigarette zu ekeln. Wie eklig, wenn Nikotin unseren gesamten Organismus belastet und das immer wieder.

Wir schauen uns Situationen, in denen wir vorher geraucht haben, mal genau an. Dann malen wir uns diese Situationen im Geiste so aus, dass es uns saugut geht, wenn wir gerade dann nicht rauchen. Wir gehen durch all die gewohnten Situationen ohne die Zigarette, atmen tief durch und es geht uns bestens – ein Lächeln stellt sich ein.

Wer lieber schrittweise aufhören möchte, kann dies tun. Die sogenannte Schlusspunktmethode wird meist praktiziert und eignet sich für Menschen, die auch sonst gerne abrupte Entscheidungen treffen. Dies ist individuell und dem werdenden Nichtraucher selbst überlassen.

Weitere Strategien können sein:

  • die Akkupunktur
  • eine Hypnosebehandlung
  • Verhaltenstherapien in der Gruppe oder in Einzelsitzungen.

Was passiert nach der letzten Zigarette?

Wir rechnen damit, dass wir Verlangen nach Nikotin haben werden. In den ersten zwei bis ungefähr fünf Tagen werden wir in eher kurzen Abständen rauchen wollen. Je nach vorher gerauchter Menge an Zigaretten, stellt sich Verlangen meist alle 15 bis 30 Minuten ein. Der Körper signalisiert, dass er Nikotin und die vielen anderen Schadstoffe, die in einer Zigarette enthalten sind, haben möchte. Hier kann ein Nikotinpflaster aus der Apotheke helfen, dass körperliche Verlangen in den Griff zu bekommen.

Baut sich die körperliche Abhängigkeit ab, kümmern wir uns um unsere Psyche. Wir haben uns dieses Verhalten, das Verlangen nach einer Zigarette, antrainiert – oft durch die Jahre noch verstärkt. Und jedes Mal wenn wir uns in diese besonderen Situationen begeben, die „Mit-der-Zigarette-Situation“, verspüren wir unsere noch psychische Abhängigkeit. Hier ist Ablenkung angesagt – wir konzentrieren uns auf etwas anderes, was schönes. Wir ignorieren das Verlangen und schließen es mit schlimmen Bildern ab, wenn wir weiter rauchen würden.

Das Verlangen WIRD verschwinden – ihm bleibt keine Wahl
Und etwas ganz wichtiges zum Schluss:
Es lohnt sich immer, mit dem Rauchen aufzuhören, egal wie viel vorher geraucht wurde.

  • Das Herz-Kreislauf-System erholt sich
  • Hustenanfälle verschwinden
  • Die Kurzatmigkeit lässt nach und
  • Das Krebsrisiko verringert sich.

Einen Überblick über die Vorteile beim Rauchstop gibt es im Ratgeber von http://www.netdoktor.at/gesundheit/rauchstopp/jeder-profitiert-beim-rauchstopp-5847 zum Nachlesen.

Wir genießen jeden Tag in dem vollen Bewusstsein, dass wir frei sind und keine Zigaretten mehr nötig haben! Jeder einzelne Tag tut unserer Gesundheit gut, unseren Mitmenschen ebenso und unser Geldbeutel wird geschont. Wir können stolz auf uns sein!

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