Steiermark führt neuen „Sanierungspass“ für Wohnhaussanierung ein
Die steirische Landesregierung hat am Donnerstag eine neue Richtlinie zur Förderung der Wohnhaussanierung und Revitalisierung beschlossen. Die Förderung wird als „Sanierungspass“ bezeichnet und richtet sich an Eigentümer, Mieter und Bauberechtigte.
Für den „Sanierungspass“ stehen insgesamt bis zu 20 Millionen Euro zur Verfügung. Die neue Förderschiene startet am 1. Juni.
Neue Förderschiene bündelt bestehende Programme
Die Förderung trägt die Bezeichnung „Thermische Sanierung mit Sanierungskonzept“ und führt die bisherigen Förderschienen „Kleine Sanierung“ und „Umfassende energetische Sanierung“ zusammen. Sie richtet sich an Eigentümer, Mieter und Bauberechtigte von Wohngebäuden.
Gefördert werden Maßnahmen an der Gebäudehülle, darunter die Dämmung von Außenwänden, Dach oder Kellerdecke sowie der Austausch von Fenstern und Außentüren.
Sanierungskonzept als Voraussetzung
Voraussetzung für die Förderung ist ein individuell erstelltes Sanierungskonzept. Dieses muss einen schrittweisen und realistisch geplanten Sanierungsfahrplan für das jeweilige Gebäude enthalten.
Je mehr Sanierungsmaßnahmen umgesetzt werden, desto höher sind die Fördersätze. Bei nur einer Maßnahme beträgt die Förderhöhe etwa zehn Prozent, bei zwei Maßnahmen erhöht sie sich auf 20 Prozent. Werden drei Maßnahmen umgesetzt, liegt die Förderhöhe bei 25 Prozent, bei vier Maßnahmen bei 30 Prozent.
Der maximale Förderbetrag beträgt 80.000 Euro. Bei Gebäuden mit drei oder mehr Wohnungen liegt der maximale Förderbetrag bei 30.000 Euro pro Wohneinheit. Für die gesamte Förderungsaktion stehen bis zu 20 Millionen Euro im Fördertopf bereit. Auf der Website des Landes informiert ein Budgetticker laufend darüber, wie viele Mittel noch verfügbar sind.
Zweistufiges Antragsverfahren
Die Antragstellung erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Vor Beginn der Maßnahmen ist eine Registrierung auf der Website des Landes Steiermark erforderlich. Erst nach dieser Registrierung können Förderanträge gestellt und die Sanierungsarbeiten umgesetzt werden.
Für den Bereich ist unter anderem Landesrätin Simone Schmiedtbauer zuständig, die der ÖVP angehört.








