Neue Bahnunterführung in Föderlach als Großprojekt im Straßenbau
In Föderlach in der Gemeinde Wernberg entsteht eine Bahnunterführung, die zwei bestehende Eisenbahnkreuzungen ersetzen soll. Das Vorhaben wird als eines der größten Straßenbauprojekte des Landes bezeichnet.
Die Gesamtkosten für das Projekt betragen den Angaben zufolge 20 Millionen Euro. Das Land Kärnten und die ÖBB investieren gemeinsam und tragen die Kosten zu gleichen Teilen.
Unterführung unter vier Gleisen mit Geh- und Radweg
Statt der bisherigen Eisenbahnkreuzungen ist eine Unterführung unter vier als vielbefahren beschriebenen Gleisen vorgesehen. Die Unterführung soll mit einem getrennten Geh- und Radweg ausgestattet werden. Im Bereich der neuen Anlage ist zudem ein großer Kreisverkehr geplant.
Derzeit gibt es in Föderlach eine Baustelle für die geplante Unterführung. Laut Berichten soll die Unterführung im Juni 2027 befahrbar sein, zudem wird davon ausgegangen, dass in knapp einem Jahr mit der Befahrbarkeit gerechnet wird.
Verkehrssituation und Begehung der Baustelle
Im Zusammenhang mit der Verkehrssituation in Föderlach wird berichtet, dass die Stehzeiten an den Schranken seit der Inbetriebnahme der Koralmbahn als extrem lang beschrieben werden. Föderlach wird dabei derzeit fast als vom oberen Teil der Gemeinde Wernberg abgeschnitten dargestellt.
Politische Vertreter und ÖBB-Führungskräfte haben am Dienstag eine Begehung der Baustelle durchgeführt. Bürgermeisterin Doris Liposchek von der SPÖ wird in diesem Zusammenhang zur Verkehrssituation in Föderlach zitiert. Judith Engel, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur, wird mit der Aussage zitiert, dass Eisenbahnkreuzungen immer Unfallhäufungspunkte seien.
Strategie der ÖBB und Einschätzungen zum Projekt
Es wird berichtet, dass die Zahl der Eisenbahnkreuzungen von den ÖBB jedes Jahr verringert werde, insbesondere auf Strecken, auf denen der Eisenbahnverkehr steigt. Seit der Inbetriebnahme der Koralmbahn wird der Eisenbahnverkehr an der Strecke in Föderlach als massiv zunehmend beschrieben. Für die Auflassung von Eisenbahnkreuzungen werden demnach Partnerschaften mit Straßenerhaltern benötigt.
Martin Gruber, Straßenbaureferent, Landeshauptmann-Stellvertreter und Mitglied der ÖVP, wird mit der Einschätzung zitiert, dass der Verkehr durch die Investition zügiger durchgeleitet werde und die Benutzung des Bereichs für Verkehrsteilnehmer sicherer werde. Zuvor waren bereits Unterführungen in Klagenfurt-Waidmannsdorf und in Pörtschach umgesetzt worden.
Franz Jank, Regionalleiter der ÖBB-Infrastruktur, wird mit der Aussage zitiert, dass der Betrieb für Straße, Fußgänger, Radfahrer, Scooterfahrer und Eisenbahn zu jeder Zeit passen solle. Eine Animation zeigt, wie die Unterführung in Föderlach in Zukunft aussehen soll.








