24-Stunden-Automatenshops in Salzburg auf der Erfolgswelle: Jugendschutz als Stolperstein?
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Automatenshops in Salzburg boomen – Debatte um Jugendschutz

Selbstbedienungsläden mit 24-Stunden-Automaten verzeichnen auch im Bundesland Salzburg starken Zulauf. Gleichzeitig stehen die Automatenshops wegen Fragen des Jugendschutzes im Fokus der Politik.

Laut einer Studie kauft rund ein Drittel der Bevölkerung regelmäßig in Automatenshops ein. Eine Erhebung des Market-Instituts mit 1.000 Befragten ergab zudem, dass mehr als jeder Zweite grundsätzlich bereit ist, in solchen Shops einzukaufen.

Politik sieht Probleme beim Jugendschutz

Vertreterinnen und Vertreter der Politik sehen bei Automatenshops Probleme im Bereich Jugendschutz und wollen in diesem Zusammenhang gegen diese Verkaufsform vorgehen. Rechtliche Einschränkungen gelten dabei jedoch als schwierig umzusetzen.

Für das Gewerbe im Bundesland Salzburg ist Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek (FPÖ) zuständig. Sie kritisiert, dass in manchen Automatenshops Alkohol ohne adäquate Alterskontrolle verkauft werde, und bezeichnet die Automatenläden als großes Problem- und Diskussionsthema.

Svazek zufolge ordnet die Behörde permanent Kontrollen von Automatenshops an. Sie sagt, Betreiber würden sich oft wenig bis gar nicht an Vorgaben halten und der behördliche Aufwand bei den Kontrollen sei sehr groß.

Branche verweist auf Technik und Nahversorgung

Ein Unternehmen in Puch-Urstein im Tennengau betreibt nach eigenen Angaben in Österreich insgesamt 6.000 Automaten. Eigentümer ist der Unternehmer Moritz Unterkofler, der die Entwicklung der Automatenshops als boomend beschreibt.

Unterkofler betont, dass die Einhaltung der Jugendschutzrichtlinien bei den Automaten technisch kontrollierbar sei. Als Möglichkeiten nennt er Fingerprint-Systeme, das Auslesen der Bankomatkarte sowie eine Ausweispflicht.

Nach seinen Angaben können gewisse Nahversorger in österreichischen Gemeinden nicht mehr weiterbestehen. Mit Automaten oder sogenannten Microshops lasse sich die Produktverfügbarkeit besonders im ländlichen Raum sicherstellen. Zudem unterstützt das Unternehmen laut Unterkofler viele lokale Produzenten, die über die Automaten einen zusätzlichen Vertriebskanal erhalten.

Der Tennengauer Unternehmer verkauft 20 Prozent seiner Automaten, 80 Prozent werden vermietet. Der Mietpreis für einen Automaten liegt bei rund sieben Euro pro Tag.