Blau-Weiß Linz nach 0:3 gegen GAK aus Bundesliga abgestiegen
Blau-Weiß Linz steigt nach einer 0:3-Niederlage im Entscheidungsspiel gegen den GAK aus der Fußball-Bundesliga in die 2. Liga ab. Dem Linzer Klub hätte ein Sieg zum Klassenerhalt gereicht.
Die Partie der Qualifikationsgruppe fand am Samstag im ausverkauften Hofmann Personal Stadion vor 5.595 Zuschauerinnen und Zuschauern statt. Für den GAK war es wie im Vorjahr der Ligaverbleib in der letzten Runde.
Früher Rückstand für Blau-Weiß Linz
Blau-Weiß Linz, das in der Bundesliga drei Jahre vertreten war, musste von Beginn an einem Rückstand nachlaufen. In der 6. Minute verfehlte zunächst ein Kopfball von Ronivaldo nach einer Freistoßflanke knapp das lange Eck. Unmittelbar danach verlor Simon Seidl den Ball an Leon Klassen, der auf Christian Lichtenberger ablegte. Lichtenberger traf aus etwa 20 Metern ins linke Eck zum 0:1, das zugleich den Pausenstand markierte.
Bei den Linzern rückte Kapitän Fabio Varesi-Strauß nach abgesessener Gelbsperre wieder in die Startelf. Die Sperre hatte er zuvor beim 1:1 bei der WSG Tirol abgesessen. Ebenfalls von Beginn an spielte Dominik Reiter. Auf Seiten der Gäste setzte Trainer Ferdinand Feldhofer im Angriff auf Ramiz Harakate und Alexander Hofleitner und verzichtete in der Startformation auf Mark Grosse und Daniel Maderner. GAK-Kapitän Thorsten Schriebl musste nach 20 Minuten verletzt ausgewechselt werden.
GAK vergibt Chancen, baut Führung nach der Pause aus
Der GAK, dessen Gästesektor voll besetzt war, kam vor der Pause zu weiteren guten Möglichkeiten. In der 38. Minute vergab Harakate eine Großchance auf das 2:0, vier Minuten später lenkte BW-Torhüter Nico Mantl einen Distanzschuss von Harakate über die Latte. Kurz vor der Pause verschätzte sich GAK-Torhüter Franz Stolz bei einem Corner von Shon Weissman, der Ball wurde jedoch vor der Torlinie geklärt.
Kurz nach der Halbzeit führte ein Ballgewinn des GAK im Mittelfeld zu einem Angriff über Harakate und Mathias Olesen. Olesen legte auf Hofleitner ab, der in der 52. Minute ins lange Eck zum 0:2 traf. In der 65. Minute verhinderte Stolz mit einer Parade gegen Manuel Maranda den möglichen Anschlusstreffer für Blau-Weiß Linz.
Unterbrechung nach Becherwurf, Entscheidung in der Nachspielzeit
Unmittelbar nach der Chance von Maranda wurde GAK-Verteidiger Donovan Pines von einem aus dem Sektor der Blau-Weiß-Fans geworfenen Becher im Gesicht getroffen und musste minutenlang behandelt werden. Ein weiteres Wurfgeschoss aus demselben Bereich wehrte GAK-Torhüter Stolz ab. Nach dem Vorfall und einigen Diskussionen wurde das Spiel fortgesetzt.
In der 81. Minute traf Maderner zunächst zum vermeintlichen 0:3, der Treffer wurde wegen einer knappen Abseitsstellung nicht anerkannt. Fünf Minuten später schoss Alexander Briedl für Blau-Weiß Linz knapp am langen Eck vorbei. In der Nachspielzeit setzte sich Tobias Koch gegen mehrere Gegenspieler durch und legte für Maderner auf, der zum 0:3-Endstand traf.
Saisonverlauf und Trainerfrage
Blau-Weiß Linz war nach der Punkteteilung als Tabellenletzter in die Qualifikationsgruppe gestartet, hatte die rote Laterne zwischenzeitlich vier Runden vor Schluss an den WAC abgegeben und lag zwischendurch in der Tabelle vor dem GAK. Aus den letzten drei Saisonspielen holte die Mannschaft nur einen Punkt. Trainer von Blau-Weiß Linz ist Michael Köllner, dessen Vertrag ausläuft und durch den Abstieg nicht automatisch verlängert wurde.
Der GAK startete mit drei Siegen in die Qualifikationsgruppe, gewann anschließend nur eine der folgenden sechs Partien. Im letzten Heimspiel vor dem Duell mit Blau-Weiß Linz holte die Mannschaft nach einem 0:2-Rückstand ein 2:2 gegen Altach. Unter Trainer Ferdinand Feldhofer sicherte sich der Klub erneut in der letzten Runde den Klassenerhalt und gewann nun drei Spiele in Folge gegen Blau-Weiß Linz.
Vor dem Anpfiff hatten sich die Fans von Blau-Weiß Linz im Stadion euphorisch gezeigt, im Fansektor wurden bengalische Feuer gezündet. Das Hofmann Personal Stadion war bis auf den letzten Platz gefüllt.








