Albertina setzt auf Digitalisierung: Gustav Klimts Zeichnungen und mehr jetzt online zugänglich
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Albertina erweitert digitale Kunstsammlungen

Die Albertina treibt die Digitalisierung ihrer Bestände voran und erweitert ihre Online-Sammlung um Zeichnungen von Gustav Klimt. Gleichzeitig werden Werke von Max Weiler und Florentina Pakosta digital erfasst und technisch aktualisiert.

Mit der Online-Sammlung will die Albertina die Zugänglichkeit ihrer Werke verbessern und den internationalen wissenschaftlichen Austausch stärken. Generaldirektor Ralph Gleis spricht in diesem Zusammenhang von einem Streben nach einem „Museum ohne Wände“.

Digitaler Schwerpunkt auf Gustav Klimt

Im Mittelpunkt einer Präsentation standen digitalisierte Werke von Gustav Klimt. Online abrufbar sind rund 1.800 Zeichnungen, die bis 1903 entstanden sind. Diese werden in der Online-Sammlung durch interaktive Verknüpfungen ergänzt und enthalten Informationen zur Ausstellungsgeschichte sowie Literaturangaben.

Chefkuratorin der Albertina ist Elisabeth Dutz. Sie bezieht sich auf das mehrbändige Werkverzeichnis von Alice Strobl als Grundlage des Online-Katalogs zu Gustav Klimt. Strobl hatte nach 20-jähriger Forschungsarbeit in den 1980er-Jahren ein vierbändiges Klimt-Werkverzeichnis vorgelegt.

Digitale Werkverzeichnisse und internationale Forschung

Die Sammlung der Albertina umfasst rund 1,8 Millionen Werke. Ralph Gleis beschreibt ein Museum als Eisberg, bei dem nur die Spitze sichtbar sei, während der Großteil der Sammlung verborgen bleibe. In der Albertina stelle sich daher immer wieder die Frage der Zugänglichkeit der Bestände und nach Wegen, mit der Welt auch über die physische Bestimmtheit des Museums hinaus zu kommunizieren.

Die Albertina sieht sich als Knotenpunkt der internationalen Forschung zu Gustav Klimt. Die Online-Sammlung und die digitalen Werkverzeichnisse sollen den internationalen wissenschaftlichen Austausch unterstützen. An mehrsprachigen Versionen dieser Werkverzeichnisse wird gearbeitet.

Neue Verzeichnisse zu Pakosta, Weiler und weiteren Künstlern

Für die Künstlerin Florentina Pakosta liegt ein neues digitales Werkverzeichnis vor. Es bietet online einen Überblick über ihr gesamtes künstlerisches Schaffen und umfasst rund 3.000 Zeichnungen, Druckgrafiken und Gemälde.

Bereits 2015 hat die Albertina ein digitales Werkverzeichnis der Papierarbeiten von Max Weiler veröffentlicht. Dieses Verzeichnis wird derzeit auf den neuesten technischen Stand gebracht. Zudem ist die Digitalisierung der druckgrafischen Werke von Arnulf Rainer und Alex Katz in Arbeit.

Ralph Gleis bezeichnet die Gegenwart als „hybride Welt“ und stellt diesen Begriff in Zusammenhang mit der Online-Sammlung der Albertina. Künftig plant das Museum, künstliche Intelligenz zur Unterstützung der Forschung oder Erschließung einzusetzen.

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