157 Jugendliche mit Behinderung nutzen neue Initiative für Arbeitsmarkteinstieg in Niederösterreich

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

Dieses Thema Freunden empfehlen

In Niederösterreich haben seit 2024 insgesamt 157 Jugendliche mit Behinderung die Initiative „Arbeitsfähig bis 25“ genutzt. 59 von ihnen nehmen derzeit an individuellen Schulungen teil, 15 Jugendlichen ist bereits der Einstieg ins Berufsleben gelungen. Getragen wird das Angebot vom Arbeitsmarktservice (AMS) und dem Sozialministeriumservice.

Grundlage der Initiative ist eine Neuregelung aus dem Jahr 2024: Seither müssen sich Jugendliche mit Behinderung nicht mehr als arbeitsunfähig einstufen lassen, um Unterstützung zu erhalten.

Praxis im Arbeitstrainingszentrum Purgstall

Einer der Teilnehmer ist der 25-jährige Stefan Prager aus dem Mostviertel. Er nutzt das Angebot im Arbeitstrainingszentrum in Purgstall im Bezirk Scheibbs. Dort können verschiedene Tätigkeiten ausprobiert werden, um herauszufinden, welche beruflichen Bereiche für die jeweiligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer geeignet sind.

Zu den Verantwortlichen der Initiative zählen Günther Widy, Leiter des Sozialministeriumservice, sowie Sandra Kern, Landesgeschäftsführerin des AMS NÖ. Katrin Dorner-Markt ist im Jugendcoaching des Sozialministeriumservice tätig und begleitet Jugendliche im Rahmen des Programms.

Frühere Regelung als Hürde für den Arbeitsmarktzugang

Bis vor zwei Jahren führte die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit dazu, dass Betroffene keine Angebote des AMS mehr in Anspruch nehmen konnten. Damit war der Zugang zu Schulungen, Beratung und Vermittlungsangeboten für einen Teil der Jugendlichen mit Behinderung faktisch verschlossen. Die neue Regelung öffnet diesen Zugang unabhängig von einer solchen Einstufung.

Berufliche Orientierung für junge Menschen mit Behinderung

Arbeitstrainingszentren wie jenes in Purgstall bieten grundsätzlich die Möglichkeit, unter angeleiteten Bedingungen unterschiedliche berufliche Tätigkeitsfelder kennenzulernen. Ziel solcher Einrichtungen ist es üblicherweise, Fähigkeiten und Interessen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Anforderungen konkreter Berufsbilder abzugleichen, bevor ein Einstieg in ein reguläres Arbeitsverhältnis erfolgt.

Für Jugendliche mit Behinderung stellt der Übergang von schulischer oder betreuter Ausbildung in den Arbeitsmarkt häufig eine besondere Herausforderung dar. Begleitende Angebote wie Jugendcoaching setzen in solchen Fällen an, indem sie individuelle Unterstützung bei der beruflichen Orientierung, der Bewerbung und der Einarbeitung bieten. Das Zusammenwirken von AMS und Sozialministeriumservice ist dabei Teil eines breiteren Systems, das Beratung, Qualifizierung und Vermittlung miteinander verknüpft.

Grundsätzlich hängt der Erfolg solcher Programme von mehreren Faktoren ab, etwa von der Verfügbarkeit passender Praktikums- und Arbeitsplätze sowie von der Bereitschaft von Betrieben, Jugendliche mit Behinderung einzustellen. Die Zahl von 15 bereits erfolgten Berufseinstiegen bei 157 teilnehmenden Jugendlichen zeigt, dass ein Teil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Übergang in Beschäftigung bereits geschafft hat, während sich ein größerer Teil noch in der Schulungs- oder Orientierungsphase befindet.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.