Ärztekammer fordert Ausbildungsgarantie für Medizinabsolventen
In vielen Abteilungen in Österreichs Krankenhäusern fehlen derzeit Ärztinnen und Ärzte. Gleichzeitig kritisiert die Kärntner Ärztekammer Hürden beim Einstieg von fertigen Medizinstudierenden in die Berufspraxis.
Im Mittelpunkt der Kritik steht die verpflichtende neunmonatige Basisausbildung, für die es nach Angaben der Kammer zu wenige Plätze an den Krankenhäusern gibt. Die Ärztekammer fordert eine Ausbildungsgarantie für Medizinstudierende.
Wartezeiten und Auslandsabwanderung
Kim Haas, stellvertretende Kurienobfrau der Österreichischen und Kärntner Ärztekammer, beschreibt eine angespannte Situation für Berufseinsteigerinnen und -einsteiger. Ihrer Darstellung zufolge muss ungefähr jeder zweite Absolvent des Medizinstudiums in Österreich auf den Start der Basisausbildung warten. In Kärnten liege die Wartezeit auf einen Ausbildungsplatz demnach bei rund neun Monaten.
Die Basisausbildung für Medizinabsolventinnen und -absolventen ist verpflichtend und dauert neun Monate. Laut Haas verlässt fast ein Drittel der fertigen Medizinstudierenden Österreich für die weitere Ausbildung. Jene, die ins Ausland gehen, kämen ihrer Aussage nach eher selten zurück.
Forderungen nach mehr Budget und Planbarkeit
Die Ärztekammer fordert, dass die Bundesländer und die Krankenhausträger das Budget für Basisausbildungen erhöhen. Ziel ist, dass für alle Medizinabsolventinnen und -absolventen ein Platz für die Basisausbildung in einem österreichischen Krankenhaus zur Verfügung steht.
Haas zufolge schwanken die Zahlen für Ausbildungsplätze zwischen den Studienjahren nicht stark. Es gebe Daten darüber, wie viele Personen im Krankenhaus arbeiten, zu Wartelisten in den Krankenhäusern, zu Bewerberzahlen sowie zu Dienstplänen. Auf Basis dieser Informationen könnten die zuständigen Stellen nach Ansicht von Haas berechnen, wie viele Ausbildungsplätze in Österreich notwendig wären.
Forderungen der FPÖ
Auch politisch wird das Thema aufgegriffen. Die FPÖ fordert, dass fertige Medizinstudierende direkt nach dem Studienabschluss eine Stelle in einem Spital bekommen, wenn sie das möchten. Zudem wird von der FPÖ eine Gefährdung der Versorgung der Patientinnen und Patienten befürchtet, falls dies nicht gewährleistet ist.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.







