Begrünte Fassaden senken Raumtemperatur um bis zu vier Grad

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Nach den Hitzerekorden des vergangenen Sommers rückt ein altbekanntes Mittel gegen aufgeheizte Gebäude wieder stärker in den Fokus: die Fassadenbegrünung. Während in der Politik etwa über Klimaanlagen für Schulen diskutiert wird, verzeichnen Experten für Bauwerksbegrünung bereits jetzt vermehrt Anfragen. Auch ein Betrieb in Aschbach-Markt im Bezirk Amstetten berichtet von einem spürbaren Anstieg entsprechender Anfragen zu begrünten Fassaden.

Deutliche Temperaturunterschiede an der Fassade

Der Effekt der Begrünung beruht auf einem einfachen Prinzip: Durch die Verdunstung von Wasser über die Pflanzen entsteht unmittelbar vor dem Gebäude ein kühlendes Mikroklima. Die Unterschiede, die dabei gemessen wurden, sind beträchtlich. Eine dunkle, unbeschattete Fassade kann im Hochsommer bei voller Sonneneinstrahlung Oberflächentemperaturen von bis zu 60 Grad erreichen. Bei begrünten Fassaden wurden im Monitoring dagegen Werte von bis zu 30 Grad gemessen. Auch im Gebäudeinneren macht sich der Effekt bemerkbar: An sonnigen Tagen ergaben Messungen in Innenräumen bis zu vier Grad niedrigere Temperaturen.

Zwei Systeme mit unterschiedlichen Anforderungen

Bei der Fassadenbegrünung werden grundsätzlich zwei Systeme unterschieden: die bodengebundene und die wandgebundene Begrünung. Beim bodengebundenen System wachsen die Pflanzen direkt aus dem Boden vor der Fassade und werden auch über den Boden mit Wasser versorgt. Der Gießaufwand ist dabei gering, der Pflegeaufwand beschränkt sich auf etwa ein bis zwei Durchgänge im Jahr.

Welche Pflanzen zum Einsatz kommen, hat Auswirkungen auf die weitere Handhabung. Kiwis oder Blauregen etwa benötigen Rankhilfen, um an der Fassade hochzuwachsen. Efeu und Wilder Wein hingegen wachsen ohne solche Hilfen direkt an der Wand. Das kann bei Fassaden mit Fugen oder Rissen allerdings zu einem Problem werden: Efeu und Wilder Wein können durch solche Schwachstellen in der Mauer Wurzeln schlagen. Zudem kann die Fassade durch die starken Haftwurzeln dieser Pflanzen verschmutzt werden.

Beim wandgebundenen System werden stattdessen Tröge an der Fassade montiert. Dieses System eignet sich vor allem dann, wenn wenig Platz zur Verfügung steht oder das Gebäude direkt an der Grundstücksgrenze steht. Allerdings benötigt es eine eigene Bewässerung und ist in der Errichtung teurer als die bodengebundene Variante.

Kosten und Beratungsangebote

Die Kosten für eine Begrünung hängen stark vom gewählten System und der Fläche ab. Ein bodengebundenes System mit Seilen als Rankhilfen ist je nach Größe der Fläche bereits ab etwa 200 Euro zu haben. Wer ein konkretes Begrünungsprojekt plant, kann sich zudem an den Verband für Bauwerksbegrünung „grün statt grau“ wenden, der eine kostenlose Erst-Beratung anbietet.

Begrünung als Baustein der Gebäudekühlung

Grundsätzlich zählt die Begrünung von Fassaden und Dächern zu den sogenannten passiven Kühlmaßnahmen im Gebäudebereich. Im Unterschied zu technischen Lösungen wie Klimaanlagen wird dabei keine zusätzliche Energie für die Kühlung selbst benötigt, sondern ein natürlicher Verdunstungsprozess genutzt. Dieser Effekt wird in der Fachsprache häufig als Verdunstungskühlung bezeichnet und spielt auch bei anderen Begrünungsformen, etwa bei Dachbegrünungen oder Stadtbäumen, eine wichtige Rolle für das Mikroklima in dicht bebauten Bereichen.

Neben dem kühlenden Effekt werden begrünten Fassaden üblicherweise auch weitere Funktionen zugeschrieben, etwa ein gewisser Schutz der Bausubstanz vor direkter Sonneneinstrahlung und Witterungseinflüssen sowie ein Beitrag zur Verbesserung des Kleinklimas in Siedlungsgebieten. Welches System im Einzelfall geeignet ist, hängt dabei stets von baulichen Rahmenbedingungen wie der vorhandenen Fläche, der Bausubstanz der Fassade und den Platzverhältnissen am Grundstück ab. Gerade bei älteren Gebäuden mit Rissen oder offenen Fugen kann die Wahl der Pflanzenart eine Rolle dafür spielen, wie sich eine Begrünung langfristig auf die Fassade auswirkt.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.