Billa und Tafel Österreich weiten Frischfleisch-Weitergabe auf 40 Wiener Filialen aus

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Die Tafel Österreich weitet gemeinsam mit Billa und der Lebensmittelbehörde ein Pilotprojekt zur Weitergabe von Frischfleisch an karitative Einrichtungen in Wien aus. Seit 1. September läuft das zunächst auf drei Monate angelegte Vorhaben in 40 Wiener Billa-Filialen, nachdem es seit April 2025 in einer Testphase erprobt worden war. In dieser Testphase wurden bereits mehr als zwei Tonnen Fleisch an soziale Einrichtungen weitergegeben.

Ausweitung auf 40 Wiener Filialen

In den 40 teilnehmenden Billa-Filialen wird Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch aus dem Selbstbedienungsbereich sozialen Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Gespendet wird ausschließlich Fleisch am Tag des Verbrauchsdatums. Es handelt sich dabei um Ware, die unter sterilen Bedingungen abgepackt wurde. Besonders sensible Produkte wie Faschiertes oder Innereien sind von der Weitergabe ausgenommen.

Die Abholung der Waren organisieren die Tafel Österreich und die karitativen Einrichtungen selbst. Dabei kommen Kühlwagen oder Kühlboxen zum Einsatz, damit die Kühlkette durchgängig eingehalten wird.

Zu den Einrichtungen, die von der Fleischweitergabe profitieren, zählt die Stadtdiakonie mit ihrem Angebot „Häferl“. Dieses richtet sich als niederschwelliger Zugang zu einer warmen Mahlzeit an armutsbetroffene und wohnungslose Menschen und wird als „Wirtshaus für Alle“ bezeichnet. An jedem Öffnungstag wird dort ein frisch gekochtes, dreigängiges Menü ohne Rechnung serviert. An Tagen, an denen ein Fleischgericht auf dem Menüplan steht, werden im „Häferl“ bis zu einem Viertel mehr Portionen ausgegeben.

Lebensmittelrettung als organisatorische Herausforderung

Die Weitergabe von Frischfleisch gilt im Bereich der Lebensmittelrettung als besonders anspruchsvoll. Anders als bei länger haltbaren Produkten wie Konserven, Getreideprodukten oder verpackten Trockenwaren muss bei frischem Fleisch die Kühlkette ohne Unterbrechung eingehalten werden, um gesundheitliche Risiken auszuschließen. Das erfordert eine enge zeitliche Abstimmung zwischen dem Zeitpunkt der Warenverfügbarkeit im Handel und der Abholung durch karitative Organisationen.

Üblicherweise arbeiten Tafeln und ähnliche Einrichtungen deshalb mit festen Abholrhythmen und geschultem Personal, das mit den Anforderungen an Kühlung und Verbrauchsdatum vertraut ist. Lebensmittelbehörden legen dabei allgemein Regeln fest, unter welchen Bedingungen Waren aus dem Handel an Dritte weitergegeben werden dürfen, etwa hinsichtlich Verpackung, Lagerung und Transport. Dass sensible Produkte wie Faschiertes oder Innereien von solchen Projekten grundsätzlich ausgenommen werden, ist in der Praxis nicht unüblich, da diese Produkte als besonders anfällig für Keimbildung gelten und daher strengeren Anforderungen unterliegen.

Für den Einzelhandel wiederum stellt die Weitergabe von Frischfleisch eine zusätzliche logistische Aufgabe dar, die über die klassische Spende haltbarer Lebensmittel hinausgeht. Filialen müssen entsprechende Ware gesondert kennzeichnen, rechtzeitig bereitstellen und mit den abholenden Organisationen koordinieren. Solche Kooperationen zwischen Handelsunternehmen und sozialen Einrichtungen sind Teil eines breiteren Trends, Lebensmittel, die andernfalls entsorgt würden, einer sinnvollen Verwendung zuzuführen.

Einrichtungen wie das „Häferl“ der Stadtdiakonie zeigen dabei, wie sich zusätzlich verfügbare Lebensmittel unmittelbar auf das Angebot für Betroffene auswirken können. Ein warmes, dreigängiges Menü ohne Rechnung richtet sich an Menschen, die von Armut oder Wohnungslosigkeit betroffen sind, und bietet einen niederschwelligen Zugang ohne bürokratische Hürden. Solche Angebote sind in der Regel auf verlässliche Lieferungen angewiesen, da die Nachfrage nach warmen Mahlzeiten insbesondere an Tagen mit Fleischgerichten spürbar höher ausfallen kann.

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