Caritas Wien weitet Hilfsangebote während Hitzewelle aus und bittet um Spenden
Angesichts einer anhaltenden Hitzewelle, die am kommenden Wochenende ihren Höhepunkt erreichen soll, weitet die Caritas Wien ihre Hilfsangebote für vulnerable Bevölkerungsgruppen aus. Die höchste Hitzewarnstufe wurde ausgerufen, Temperaturen bis zu 40 Grad sind möglich.
Caritasdirektor Klaus Schwertner teilt mit, dass die Angebote der Organisation bereits stark genutzt werden und so viel Hilfsmaterial verteilt wird wie selten zuvor. Streetwork-Teams verteilen Wasser, Kopfbedeckungen und Sonnencreme. Beim Louisebus, der mobilen Arztpraxis der Caritas, werden derzeit mehr Menschen mit Kreislaufproblemen und niedrigem Blutdruck behandelt.
Kapazitäten für Unterkünfte knapp
Die Caritas bemüht sich, besonders gefährdete Menschen in Quartieren unterzubringen. Laut der leitenden Sozialarbeiterin Susanne Peter sind die Kapazitäten für Unterkünfte jedoch knapp. Die Streetwork-Teams stoßen bei der Vermittlung in Notquartiere zunehmend an Grenzen.
Ergänzend dazu verweist die Caritas auf 24 pfarrliche Klimaoasen in Wien, die Schatten, Getränke, kleine Mahlzeiten und soziale Kontakte bieten. Am Samstag öffnet zusätzlich eine Not-Klimaoase in der Pfarre Canisius: Die Pfarre stellt kurzfristig ihre Krypta als besonders kühlen Rückzugsraum zur Verfügung, nachdem der Innenhof aufgrund der hohen Temperaturen nicht mehr genutzt werden kann.
Spenden und Notfallkontakte
Die Caritas bittet die Bevölkerung um Sachspenden, darunter Sonnencremes, Badetücher, Schirmkappen sowie neue Socken und Unterwäsche. Geldspenden ermöglichen unter anderem ein kaltes Getränk in einer Klimaoase ab 3,50 Euro oder ein Hitzepaket – bestehend aus Isomatte, Sommerschlafsack, Sonnencreme, Trinkwasser und Kopfbedeckung – für 50 Euro.
Verfügbare Schlaf- und Aufenthaltsplätze können unter der Nummer 01 587 87 54 gemeldet werden. Im Notfall ist die Rettung unter 144 zu alarmieren.







