Edtstadler zieht nach einem Jahr als Landeshauptfrau Bilanz
Karoline Edtstadler (ÖVP) ist seit einem Jahr Landeshauptfrau von Salzburg. Am Montag, 22. Juni 2026, lud die 45-Jährige zu einer persönlichen Zwischenbilanz ein. Sie war am 2. Juli 2025 vom Salzburger Landtag in das Amt gewählt worden.
Edtstadler äußerte sich dabei selbstbewusst zu ihrem ersten Amtsjahr: „Mich kann nichts mehr aus dem Gleichgewicht bringen“, sagte sie. Zugleich betonte sie: „Ich will nicht von allen geliebt werden.“ Unpopuläre Schritte verteidigte sie ausdrücklich.
Zusätzliche Ressorts nach Tod von Landesrat Schwaiger
Im Laufe des vergangenen Jahres verstarb Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP). Edtstadler übernahm daraufhin dessen Ressorts Finanzen und Personal. Zudem gab es Proteste rund um die Abschaffung des Pflegebonus.
Edtstadler regiert Salzburg in einer schwarz-blauen Koalition aus ÖVP und FPÖ. Innerhalb der ÖVP startete sie einen Verjüngungsprozess, in dessen Rahmen junge Bezirkspartei-Obleute gewählt wurden. Edtstadler selbst war zuvor neun Jahre in der Spitzenpolitik tätig.
Politikwissenschaftler sieht stilistischen Bruch
Politikwissenschaftler Armin Mühlböck kommentierte Edtstadlers erstes Amtsjahr. Im Vergleich zu ihrem Vorgänger Wilfried Haslauer sei ihr Stil „schon ein Bruch“, sagte Mühlböck. Edtstadler werde wahrgenommen werden wollen als jemand, der „eher als Landesmanagerin“ agiere.








