Die Energieagentur Tirol hat seit ihrer Gründung vor drei Jahren rund 23.000 Beratungen durchgeführt. Das geht aus einer Bilanz der Einrichtung hervor, die am Standort in Innsbruck mit 56 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 15 Energieberaterinnen und -beratern in Servicestellen von Landeck und Pflach bis Hochfilzen und Lienz arbeitet.
Beratungsangebot von Photovoltaik bis Mobilität
Die Energieagentur Tirol war 2023 aus dem Zusammenschluss der bisherigen Einrichtungen „Energie Tirol“ und „Wasser Tirol“ entstanden. Diesen Schritt hatte die Landesregierung aus ÖVP und SPÖ beschlossen. Zwischen 2023 und 2025 führte die Agentur 634 Beratungen zu Photovoltaik und Energiegemeinschaften, 90 Förderberatungen sowie 58 Mobilitätschecks durch.
Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Wissensvermittlung an junge Menschen. Im Schuljahr 2025/26 nahmen mehr als 7.500 Schülerinnen und Schüler an knapp 450 Workshops zu erneuerbaren Energien und Energiesparen teil. In den vergangenen zehn Jahren wurden zudem 3.500 Kinder in mehr als 100 Tiroler Kindergärten im Rahmen der „Energiewichtel-Initiative“ für einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie sensibilisiert.
Auch auf kommunaler Ebene war die Energieagentur aktiv: Zwölf neue Gemeinden wurden in das e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden aufgenommen. An insgesamt 67 Veranstaltungen in Gemeinden haben mehr als 3.000 Menschen teilgenommen. Im März 2025 übersiedelte die Energieagentur Tirol in die Bürgerstraße in Innsbruck. Seit 2009 dokumentiert und analysiert die Einrichtung zudem die Entwicklung von Energiebedarf und -erzeugung im Land. Auf Initiative der Energieagentur Tirol wurde außerdem untersucht, welches Potenzial der Achensee bei der Gewinnung von Wärmeenergie hat.
Die Landesregierung kommt am Montag zu einer Klausur zusammen, die im Zeichen der Energieproduktion und -versorgung steht.
Aufgaben regionaler Energieagenturen
Regionale Energieagenturen wie jene in Tirol übernehmen üblicherweise eine Vermittlerrolle zwischen Landespolitik, Gemeinden, Unternehmen und Privathaushalten. Sie beraten in der Regel unabhängig von Anbietern zu Themen wie Förderungen, Heizsystemen, Photovoltaikanlagen oder energieeffizienter Sanierung. Grundsätzlich zählt dazu auch die Begleitung von Gemeinden, die sich im Rahmen von Programmen wie e5 zu konkreten Klimaschutz- und Energiezielen verpflichten und dafür regelmäßig extern bewertet werden.
Ein weiterer typischer Aufgabenbereich solcher Einrichtungen ist die Bildungsarbeit. Workshops an Schulen und Sensibilisierungsprojekte in Kindergärten sollen frühzeitig ein Bewusstsein für Energieverbrauch und erneuerbare Energieträger schaffen. Damit ergänzen Energieagenturen die klassische Energieberatung für Erwachsene um einen längerfristig angelegten Bildungsauftrag, dessen Wirkung sich meist erst über Jahre hinweg zeigt.
Auch die Beobachtung und Auswertung von Energiedaten gehört häufig zum Aufgabenspektrum solcher Landeseinrichtungen. Auf Basis langjähriger Datenreihen zu Energiebedarf und -erzeugung lassen sich Entwicklungen einordnen und Grundlagen für politische Entscheidungen liefern, etwa im Hinblick auf den Ausbau erneuerbarer Energiequellen oder die Anpassung von Förderprogrammen. Die Prüfung alternativer Energiequellen, etwa die Nutzung von Gewässern zur Wärmegewinnung, ist ein Beispiel dafür, wie regionale Gegebenheiten in solche Überlegungen einfließen können.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.





