Equal Pension Day: Wiener Pensionistinnen erhalten im Schnitt 693 Euro weniger als Männer

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Der Equal Pension Day macht am 9. August 2026 auf die geschlechtsspezifische Pensionslücke aufmerksam. Der Aktionstag markiert jenen Zeitpunkt im Jahr, an dem Männer rechnerisch bereits so viel Pension bezogen haben wie Frauen erst zum Jahresende erhalten. In Wien liegt die durchschnittliche monatliche Alterspension für Frauen bei 1.834 Euro brutto, jene der Männer bei 2.527 Euro brutto. Das entspricht einem Unterschied von 693 Euro. Im österreichischen Durchschnitt fällt die Differenz mit rund 1.000 Euro noch größer aus.

Steigende Nachfrage bei der Caritas-Sozialberatung

Die Caritas-Sozialberatung in der Mommsengasse verzeichnet zunehmend Anfragen von älteren Frauen. Von den rund 11.000 Personen, die dort jährlich Unterstützung suchen, sind fast 60 Prozent Frauen. Leiterin Doris Anzengruber berichtet von dieser Entwicklung aus dem Beratungsalltag der Einrichtung.

Ein Beispiel aus dieser Woche verdeutlicht die Situation: Eine 70-jährige Frau ließ sich bei der Caritas-Sozialberatung beraten, weil sie Angst hat, ihre Miete nicht mehr bezahlen zu können. Die Frau lebt seit zwei Jahren ohne Heizung und ohne Warmwasser.

Ursachen aus Sicht der Arbeiterkammer

Wolfgang Panhölzl, Leiter der Abteilung Sozialversicherung in der Wiener Arbeiterkammer, benennt zwei zentrale Faktoren für die Pensionslücke. Zum einen leisten Frauen den Großteil der Care-Arbeit, also der Kindererziehung und der Pflege von Angehörigen. Zum anderen sind typische Frauenbranchen wie Handel, Reinigung oder Dienstleistungsberufe wie Friseurinnen vergleichsweise schlecht bezahlt. Die Arbeiterkammer fordert deshalb eine Verbesserung der Anrechnung von Kindererziehungszeiten in der Pensionsberechnung.

Care-Arbeit und ihre Auswirkung auf spätere Pensionsansprüche

Grundsätzlich bemisst sich die Höhe der Pension in Österreich nach den Beitragszeiten und dem Einkommen während des Erwerbslebens. Wer Erwerbsarbeit unterbricht oder reduziert, etwa zur Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen, sammelt in dieser Zeit weniger Versicherungsjahre mit vollem Erwerbseinkommen an. Da Frauen diese Aufgaben in der Praxis überwiegend übernehmen, wirkt sich das über Jahrzehnte hinweg auf die spätere Pensionshöhe aus. Kindererziehungszeiten werden zwar in der Pensionsversicherung angerechnet, jedoch nicht in einem Ausmaß, das ein durchgehendes Erwerbseinkommen vollständig ausgleicht.

Auch die Struktur des Arbeitsmarktes spielt eine Rolle. Branchen mit hohem Frauenanteil, etwa im Handel, in der Reinigung oder in klassischen Dienstleistungsberufen, sind im Durchschnitt niedriger entlohnt als männlich dominierte Branchen. Niedrigere Löhne während des Erwerbslebens führen unmittelbar zu niedrigeren Pensionsansprüchen im Alter. In Kombination mit häufigerer Teilzeitarbeit, die ebenfalls überwiegend von Frauen aus familiären Gründen geleistet wird, verstärkt sich dieser Effekt zusätzlich.

Finanzielle Risiken im Alter

Eine niedrigere Pension wirkt sich unmittelbar auf die finanzielle Lage im Alter aus. Fixkosten wie Miete, Energie oder Instandhaltung der Wohnung bleiben unabhängig vom Einkommen weitgehend gleich hoch. Bei geringeren monatlichen Bezügen bleibt entsprechend weniger finanzieller Spielraum, um unerwartete Ausgaben oder steigende Lebenshaltungskosten abzufedern. Sozialberatungsstellen wie jene der Caritas begleiten in solchen Fällen häufig Menschen, die im Alter mit angespannten finanziellen Verhältnissen konfrontiert sind und Unterstützung bei der Bewältigung laufender Kosten suchen.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.