Erstmals Nester der Asiatischen Hornisse in Österreich entdeckt
In Lustenau sind Ende vergangener Woche zwei Nester der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) gefunden worden. Es handelt sich um den ersten bestätigten Nestbau dieser Tierart in Österreich.
Die Nester befanden sich in einem Baucontainer auf dem Gelände eines Transportunternehmens. Ein Mitarbeiter wurde beim Annähern an eines der Nester am Kopf gestochen und klagte über Kreislaufbeschwerden. Ein Notarzt wurde gerufen. Der Container wurde daraufhin verschlossen. Ein Imker entdeckte anschließend ein zweites Nest. In beiden Nestern befand sich bereits Nachwuchs.
Bestätigung durch Experten
Ein Nest wurde fachgerecht sichergestellt und in einem Glas isoliert. Experten in Wien bestätigten die Bestimmung der Art als Asiatische Hornisse. Vor zwei Jahren war in Österreich bereits ein einzelnes Exemplar gesichtet worden, das aus einem Paket aus China stammte.
Verbreitung in Europa
Die Asiatische Hornisse trat in Europa erstmals 2004 in Südfrankreich auf. Bereits 2008 wurden dort mehr als 1.000 Nester gezählt. 2014 wurde die Art erstmals in Baden-Württemberg in Deutschland gesichtet. Die Asiatische Hornisse produziert bis zu 500 Jungköniginnen pro Nest und Jahr – rund zehnmal mehr als europäische Hornissen.
Auswirkungen auf Insekten
Die Asiatische Hornisse ernährt sich räuberisch von Insekten, wobei Honigbienen bis zu 80 Prozent ihrer Beute ausmachen. Für Menschen sind die Stiche der Asiatischen Hornisse nach aktuellem Stand nicht giftiger als die heimischer Wespen oder Hornissen.








