Feldkirch ficht Genehmigung für Aushubdeponie im Tostner und Tisner Ried an
Die Bezirkshauptmannschaft hat einen positiven Bescheid für eine Aushubdeponie im Tostner und Tisner Ried in Feldkirch erteilt. Die Stadt Feldkirch kündigte am Dienstag an, diesen Bescheid in vollem Umfang beim Landesverwaltungsgericht Vorarlberg anzufechten.
Als Hauptgrund für die Anfechtung nennt die Stadt den Verkehr. Die geplante Zufahrt zur Deponie unterliege einem Fahrverbot, das 1991 zum Schutz vor Lärm, Geruch und Schadstoffen erlassen wurde. Zudem sei das betroffene Areal Teil der Landesgrünzone und als Landwirtschaftsgebiet gewidmet. Die Stadt sieht die geplante Deponie als Widerspruch zu dieser Widmung.
Genehmigter Bescheid sieht 5.000 Kubikmeter Aushub vor
Laut dem erteilten Bescheid wird die Fläche in acht Abschnitte unterteilt. Maximal 5.000 Kubikmeter Aushub sind demnach erlaubt. Peter Ulmer von der Bürgerinitiative „Hände weg vom Egelsee!“ rechnet im Fall einer Umsetzung mit täglich 23 LKW-Fahrten zur Deponie. Er spricht von einer Lärm-, Staub- und Verkehrsbelastung über einen Zeitraum von zehn Jahren.
Landwirt und Grundstücksbesitzer Thomas Gut äußerte sich gegenüber dem ORF Vorarlberg zu den Verhältnissen im Tostner und Tisner Ried. Er erklärte, der Boden habe sich abgesenkt, die Drainagen liefen retour und die Bewirtschaftung werde schwieriger.
Bürgermeister Rädler hatte Verhinderung im Wahlkampf angekündigt
Bürgermeister Manfred Rädler hatte vor der Gemeindewahl 2025 damit geworben, die Aushubdeponie zu verhindern. Kurz nach seinem Wahlsieg erklärte er, das Projekt sei Geschichte. Mit der nun angekündigten Anfechtung des Bescheids beim Landesverwaltungsgericht Vorarlberg leitet die Stadt Feldkirch den nächsten rechtlichen Schritt ein.







