Tourismusbetriebe in Kärnten setzen für Sommer 2026 auf frühen Saisonstart
Tourismusbetriebe in Kärnten richten ihren Fokus im Jahr 2026 auf den frühen Sommer. Sie nehmen dabei Bezug auf eine als unsicher beschriebene weltpolitische Lage und verbinden damit die Hoffnung, dass Urlauber verstärkt Reisen innerhalb Europas und nach Kärnten in Betracht ziehen.
In der Außendarstellung wird der Kärnten-Urlaub verstärkt mit Erholung und Natur beworben, insbesondere in sozialen Medien. Natur-, Erholungs- und Wanderurlaub gelten dabei als wichtigste Wachstumstreiber.
Auf einer Pressekonferenz der Tourismusbranche im Schloss Maria Loretto am Wörther See wurden am Dienstag Investitionen in den Ausbau des Radwegenetzes angekündigt. Um den Radtourismus zu stärken, sollen demnach sechs Millionen Euro in Radwege fließen. Verantwortliche des Tourismusbereichs bezeichneten zudem Temperaturen um 30 Grad, blauen Himmel und türkisfarbenes Wasser Ende Mai als positives Vorzeichen für die Sommersaison.
Tourismusreferent Sebastian Schuschnig (ÖVP) sprach von einer sehr starken Wintersaison. Nach seinen Angaben wurden die höchsten Ankunftszahlen aller Zeiten sowie die zweithöchsten Nächtigungszahlen aller Zeiten erreicht. Die Stimmung in der Branche sei gut, der Gast wolle nach Kärnten kommen, und das Wetter trage positiv zur Situation bei. Man sei zuversichtlich, diese positive Stimmung in den Sommer mitzunehmen.
Laut den Ausführungen im Rahmen der Pressekonferenz ist die Buchungslage für die Sommersaison bereits gut. Betriebe, die schon in der Vorsaison geöffnet haben, profitieren demnach vom günstigen Wetter und von Veranstaltungen wie einem Autotuning-Treffen sowie Radsportrennen.
Branchensprecher Josef Petritsch aus der Wirtschaftskammer verwies auf bestimmte Veranstaltungen, die als Privatinitiativen organisiert seien und aus seiner Sicht hervorragend funktionieren. In der jeweiligen Zielgruppe erziele man eine sehr große Sichtbarkeit und gewinne sehr zufriedene Gäste.
Der Geschäftsführer der Kärnten Werbung, Klaus Ehrenbrandtner, verwies auf aktuelle Gästebefragungen. Demnach sollen Reisen zunehmend dazu dienen, persönliche Interessen zu verfolgen und bewusste Auszeiten zu schaffen. Ein Trend sei, dass Gäste vor Ort etwas erleben wollen, das ihnen wichtig ist, und nicht einfach nur irgendwo hinfahren möchten. Oft gehe es darum, eine bestehende Leidenschaft auszuleben oder zu sich selbst zu finden, um die eigenen Kräfte zu erneuern.
Als weiteren Trend nannte Ehrenbrandtner das authentische Erlebnis mit Gastgebern und die Begegnung mit Menschen vor Ort. Natur-, Erholungs- und Wanderurlaub werden vor allem in sozialen Netzwerken hervorgehoben. Die Kärnten Werbung investiert nach eigenen Angaben fünf Millionen Euro in Kampagnen für den Sommer 2026.








