Führerschein in Oberösterreich: Bis zu 600 Euro Preisunterschied bei Fahrschulen
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Arbeiterkammer Oberösterreich: Bis zu 600 Euro Unterschied bei Führerscheinkosten

Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat einen Preisvergleich für die Führerscheinausbildung der Klasse B durchgeführt. Die Erhebung zeigt eine Preisspanne von bis zu 600 Euro zwischen den günstigsten und teuersten Angeboten im Bundesland.

Klasse B: Kosten zwischen 1.580 und 2.177 Euro

Die Ausbildung zur Klasse B umfasst in Oberösterreich einen Theoriekurs mit 32 Unterrichtseinheiten sowie eine praktische Ausbildung mit 18 Übungseinheiten. Die Gesamtkosten bewegen sich zwischen 1.580 und 2.177 Euro, der Durchschnittspreis liegt bei 1.932 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Preise durchschnittlich um 2,56 Prozent.

Für den L17-Führerschein fallen zwischen 1.670 und 2.149 Euro an, im Schnitt 1.939 Euro – ein Anstieg von rund 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die duale Ausbildung ist im Durchschnitt mit 1.565 Euro günstiger, die Preisspanne reicht hier von 1.260 bis 1.759 Euro. Die Preise für dieses Modell stiegen um 2,88 Prozent.

Zusatzkosten können Gesamtpreis erheblich erhöhen

Zusätzliche Fahrlektionen kosten je nach Fahrschule zwischen 70 und 140 Euro. Nach dem Führerscheinerwerb sind innerhalb des ersten Jahres zwei Perfektionsfahrten sowie ein Fahrsicherheitstraining gesetzlich vorgeschrieben, deren Kosten zwischen 180 und 340 Euro liegen. Sieben Fahrschulen inkludieren die Lernunterlagen im Gesamtpreis, bei anderen können dafür bis zu 80 Euro anfallen. Hinzu kommen je nach Fahrschule Gebühren für Behörden, Arztbesuche oder Erste-Hilfe-Kurse sowie mögliche Kosten bei Prüfungswiederholungen. Manche Fahrschulen verzichten bei einer wiederholten Theorieprüfung auf die Prüfungsgebühr.

Transparenz und Ratenzahlung

Lediglich 14 Fahrschulen veröffentlichen ihre Preise online. In den Bezirken Braunau, Gmunden, Ried, Steyr, Vöcklabruck und Wels-Land wurde keine Preistransparenz festgestellt. Bei 17 Fahrschulen ist eine Ratenzahlung möglich, teilweise mit zusätzlichen Kosten. Die Arbeiterkammer weist darauf hin, dass vergangene Insolvenzen und Schließungen von Fahrschulen dazu geführt haben, dass Schülerinnen und Schüler geleistete Vorauszahlungen verloren.

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