Grazer Forschende: 1,5-Grad-Grenze könnte bereits 2026 langfristig überschritten werden
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Universität Graz veröffentlicht neue Berechnungen zum globalen Temperaturanstieg

Forschende der Universität Graz haben neue Berechnungen zum weltweiten Temperaturanstieg vorgelegt. Die Ergebnisse stammen vom Wegener Center und dem Institut für Physik der Universität Graz.

Das Team um Klimaforscher Gottfried Kirchengast entwickelte gemeinsam mit Moritz Pichler eine neue Methodik zur Temperaturvorhersage. Jürgen Fuchsberger gehört ebenfalls zum Forschungsteam.

Datenbasis und Methodik

Grundlage der Berechnungen ist ein neu erstellter Referenzdatensatz zur globalen oberflächennahen Lufttemperatur seit 1850. Für die Analyse nutzten die Forschenden Beobachtungsdaten bis Mai 2026, ab Juni 2026 werden Saisonvorhersagen eingesetzt. Der Datensatz zeigt mit einer statistischen Sicherheit von über 99 Prozent eine beschleunigte Zunahme der Temperaturen seit 1980.

Die Methode setzte das Team auch zur Analyse der aktuellen Hitzewelle in Österreich ein, bei der die Temperaturen in der Steiermark weiter steigen.

Prognosen und Einordnung

Nach Einschätzung der Forschenden könnte der Temperaturanstieg schneller voranschreiten als bisher angenommen. Ihren Berechnungen zufolge könnte die globale Erwärmung im Jahr 2026 bei rund 1,62 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau liegen und 2027 auf etwa 1,7 Grad Celsius steigen. Zudem gehen die Forschenden davon aus, dass der langfristige Temperaturanstieg – gemessen als Mittelwert über 20 Jahre – bereits 2026 die 1,5-Grad-Grenze des Pariser Klimaabkommens überschreiten könnte. Nach Angaben der Forschenden gelang ihnen damit erstmals eine Prognose für zwei aufeinanderfolgende Jahre im Voraus.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.