Grazer Forschende entwickeln neuen Test zur Früherkennung von Diabetes
Forschende der Med Uni Graz haben einen Biomarker untersucht, der eine frühere Erkennung von Störungen des Zuckerstoffwechsels ermöglichen könnte. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Diabetes Care veröffentlicht.
Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Substanz 2-Hydroxybutyrat, kurz 2-HB. Mit gängigen Screeningmethoden bleiben laut den Forschenden bis zu 40 Prozent der Betroffenen einer Zuckerstoffwechselstörung unerkannt.
Daten von mehr als 700 Teilnehmenden ausgewertet
Für die Studie wurden Daten von mehr als 700 Teilnehmenden einer Grazer Langzeitstudie herangezogen. Dabei zeigte sich, dass die Konzentration von 2-Hydroxybutyrat mit zunehmender Beeinträchtigung des Zuckerstoffwechsels anstieg. Der Biomarker unterschied dabei zwischen Personen mit normalem Zuckerstoffwechsel, mit Prädiabetes und mit Typ-2-Diabetes.
Auch bei Personen, deren Nüchternblutzucker und Langzeitblutzuckerwert noch im Normalbereich lagen, lieferte der Marker aussagekräftige Hinweise.
Einsatz in klinischen Laboren möglich
Bislang konnte 2-Hydroxybutyrat nur mit aufwendigen Spezialverfahren bestimmt werden. Der neu entwickelte Test ist hingegen für etablierte klinische Laborgeräte geeignet.
Erstautor der Studie ist Christoph Strohhofer, der an der Uniklinik für Innere Medizin in Graz forscht. Die Klinische Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie in Graz wird von Thomas Pieber geleitet.








