Fast ein Viertel aller Wanderunfälle in Österreich ereignet sich in den Monaten September und Oktober. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) warnt daher vor einer erhöhten Unfallgefahr beim Wandern im Herbst. Oberösterreich liegt gemeinsam mit der Steiermark mit rund 1.800 spitalsbehandelten Verletzten nach Wanderunfällen an der Spitze der Statistik.
Hohe Zahl an Verletzten und Todesfällen
Nach Angaben des KFV wurden in Österreich durchschnittlich rund 11.300 Verletzte nach Wanderunfällen pro Jahr verzeichnet. Nahezu 94 Prozent aller Wanderunfälle sind demnach Stürze. Ein beträchtlicher Teil der dabei entstehenden Verletzungen betrifft die Fußgelenke.
Laut Alpinunfalldatenbank werden jährlich im Schnitt 106 Todesfälle im Alpenraum dem Wandern und Bergsteigen zugeschrieben. Im laufenden Jahr 2026 sind bislang mindestens 36 Menschen an den Folgen eines Wanderunfalls gestorben.
Empfehlungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit
Johanna Trauner-Karner vom KFV betont die Wichtigkeit von wetterfester Kleidung, Biwaksäcken und Stirnlampen für Wanderungen im Herbst. Ab 1.500 Höhenmetern seien zudem Grödel ratsam, um auf rutschigem oder vereistem Untergrund besseren Halt zu finden.
In steilem oder alpinem Gelände bieten laut KFV knöchelhohe Bergschuhe mit starkem Profil zusätzlichen Halt. Trauner-Karner rät außerdem dazu, innerhalb der Gruppe klare Absprachen zu treffen und eine offene Kommunikation zu pflegen.
Herausforderungen der Jahreszeit im Gebirge
Im Herbst verändern sich die Bedingungen im Gebirge grundsätzlich rasch. Die Tage werden kürzer, sodass Wanderungen häufiger in der Dämmerung enden können. Temperaturen sinken mit zunehmender Höhe merklich, und Niederschläge können in höheren Lagen bereits in Form von Schnee oder Eis auftreten. Wege, die im Sommer noch trocken und gut begehbar waren, sind dann oft von Laub, Nässe oder Reif bedeckt, was die Rutschgefahr erhöht.
Üblicherweise wird bei der Planung einer Herbstwanderung empfohlen, Wetterprognosen und Höhenlage der Route besonders sorgfältig zu berücksichtigen. Ausrüstung, die im Sommer ausreichend war, kann in der kälteren Jahreszeit nicht mehr genügen. Auch die körperliche Verfassung und das Tempo der gesamten Gruppe spielen bei der Einschätzung des Risikos grundsätzlich eine Rolle, ebenso wie ausreichende Pufferzeiten, um vor Einbruch der Dunkelheit wieder im Tal zu sein.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.







