Historischer Hattrick: Austria Lustenau bestätigt dritten Aufstieg in die Bundesliga
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Austria Lustenau steigt zum dritten Mal in die Bundesliga auf

Austria Lustenau hat mit einem Heimsieg gegen Amstetten den dritten Aufstieg in die Bundesliga fixiert. Im Reichshofstadion, das seit dem Neubau Sun Minimeal Arena heißt, kam es anschließend zu umfangreichen Feierlichkeiten mit Mannschaft und Fans.

Die Partie fand an Christi Himmelfahrt in Lustenau statt. Nach dem Schlusspfiff wurde der Aufstieg auf dem Spielfeld, in der Kabine und im sogenannten Austria-Dorf begangen, wo nach der offiziellen Übergabe des Meisterschilds mit mehr als 5.000 Fans gefeiert wurde.

Starke Heimserie und Zuschauerrekord

Austria Lustenau verlor in dieser Saison zu Hause nur einmal. Zehn der insgesamt 16 Siege wurden im eigenen Stadion erzielt. Im Schnitt kamen rund 3.200 Fans zu den Heimspielen in der 2. Liga, womit der Klub im Zuschauerranking der Liga die Nummer eins war.

Die Sun Minimeal Arena bietet Platz für 5.138 Besucherinnen und Besucher, davon knapp 3.100 Sitz- und knapp 2.050 Stehplätze. Neben dem Stadion liegt das Austria-Dorf, in dem Fans nach den Partien verweilen können – eine Tradition, die bereits 1997 bestand, als Lustenau erstmals in der Bundesliga spielte.

Trainer Mader und Routiniers als Aufstiegsfiguren

Trainer von Austria Lustenau ist Markus Mader. Er führte den Klub bereits zum zweiten Mal in die Bundesliga und ist damit laut Darstellung der erste Trainer, der einen Verein zweimal dorthin gebracht hat. Kurz vor Spielende wirkte er an der Seitenlinie äußerlich ruhig.

Mader sagte im ORF-Interview, die Bundesliga sei „eine ganz andere Geschichte, was ganz Besonderes“ und betonte: „Die Fans und dieses Stadion machen etwas mit uns.“ Er erklärte weiter, man sei als „totaler Außenseiter“ in die Saison gestartet und nur wenige im innersten Kreis hätten nach der Vorsaison an einen möglichen Aufstieg geglaubt. Das Gelingen mache ihn sehr stolz. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag für die kommende Bundesligazeit noch kein Vertrag für Mader vor.

Kapitän der Mannschaft ist laut Darstellung Matthias Maak. Er, Pius Grabher, Torhüter Domenik Schierl und Fabian Gmeiner feiern jeweils ihren zweiten Aufstieg im Lustenau-Dress und gelten seit Jahren als tragende Kräfte im Team.

Grabher: Aufstieg als Belohnung nach schwierigen Jahren

Mittelfeldspieler Pius Grabher, 32 Jahre alt, sagte, man habe in den vergangenen zwei, drei Jahren schwierige Zeiten erlebt und der Aufstieg sei nun die Belohnung dafür, dass man zusammengestanden sei. Er erklärte, seit dem Abstieg 2024 davon geträumt zu haben, noch einmal Bundesligaluft zu schnuppern.

Grabher bezeichnete die Stadien und Vereine der Bundesliga als etwas Besonderes für die Region und meinte, dort mache Fußball mehr Spaß als in der 2. Liga. Mit Blick auf sein Alter sagte er, er befinde sich in einem Fußballalter, in dem es nicht mehr ewig gehe. Für die Mannschaft sind gemeinsame Feierstunden auf Mallorca nichts Neues; Grabher hat damit bereits Erfahrung und kündigte an, man werde die Flugpläne prüfen, wann der nächste Flug nach Mallorca gehe, um dort weiterzufeiern.

Aufstieg mit 54 Punkten und besonderer Ligakonstellation

Austria Lustenau holte in der Aufstiegssaison 54 Punkte aus 28 Spielen. Dies wird als geringste Punkte-Ausbeute eines Aufsteigers seit Einführung des 16er-Liga-Formats in der Saison 2018/19 bezeichnet. In den vergangenen Jahren erreichten die Aufsteiger Wattens, Ried, Blau-Weiß Linz, nochmals Lustenau, erneut Blau-Weiß Linz, der GAK und zuletzt Ried jeweils mehr als 60 Punkte bei 30 Partien – konkret 65, 64, 63, 70, 61, 69 und 65 Zähler.

Lustenau lag zwischenzeitlich zwölf Punkte hinter der Tabellenspitze. Durch ein starkes Frühjahr und eine Schwächephase von St. Pölten gelang dennoch der Sprung auf den Aufstiegsrang. Mitte November schied der SV Stripfing aus der Liga aus, das zuvor erzielte 3:3 gegen Lustenau wurde aus der Wertung genommen. Laut Darstellung verloren die Titelkonkurrenten durch das Ausscheiden Stripfings drei Punkte.

Neues Stadion und Glückwünsche der Bundesliga

Der Neubau des Lustenauer Stadions zur Sun Minimeal Arena kostete 20,5 Millionen Euro. Die Eröffnung fand am 19. Juli 2025 statt. Die Anlage bildet nun den Rahmen für die kommenden Bundesligaspiele.

Bundesliga-Vorstandsvorsitzender Christian Ebenbauer würdigte die Leistung der Mannschaft. Sie habe mit Qualität, großem Einsatz und Durchhaltevermögen überzeugt, der Meistertitel sei daher „absolut verdient“. Mit dem neuen Stadion und dem fußballbegeisterten Publikum werde Austria Lustenau die Bundesliga sportlich und atmosphärisch bereichern.