Hitze treibt junge Mauersegler aus Nestern – Tierschutzhaus verzeichnet frühe Fälle
Infolge einer Hitzewelle sind in den vergangenen Tagen junge Mauersegler aus ihren Nestern gesprungen. Unter aufgeheizten Hausdächern können die Temperaturen auf weit über 50 Grad steigen. Die noch nicht flugfähigen Jungvögel landen dabei am Boden und sind dort erheblichen Risiken ausgesetzt.
Die ersten abgestürzten Tiere wurden bereits in das Tierschutzhaus des Wiener Tierschutzvereins in Vösendorf gebracht – rund einen Monat früher als im vergangenen Jahr.
Gefahren am Boden
Stephan Scheidel, Tierheimleiter des Tierschutzhauses, beschreibt die Lage der Tiere als kritisch: Die Jungvögel stünden vor der Wahl, in der Hitze im Nest zu verenden oder trotz fehlender Flugfähigkeit zu springen. Am Boden drohen den Tieren Überhitzung sowie Angriffe durch Krähen und Katzen.
Laut Scheidel ist ein Mauersegler am Boden immer als Notfall einzustufen. Gefundene Tiere sollten umgehend in eine Wildtierstation oder zu einem Tierarzt gebracht werden.







