Hitzerekord in Österreich: Wie Hilfsorganisationen obdachlose Menschen vor extremen Temperaturen schützen

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Nach den jüngsten Hitzewellen in Österreich mit Rekordtemperaturen von rund 41 Grad rückt die Versorgung obdachloser Menschen in Wien in den Fokus. Hilfsorganisationen wie die Caritas der Erzdiözese Wien und das Neunerhaus haben ihre Angebote an die extremen Bedingungen angepasst, um Betroffene vor gesundheitlichen Folgen der Hitze zu schützen.

In der vergangenen Woche wurde in Österreich zweimal der Hitzerekord seit Beginn der Messaufzeichnungen gebrochen. Für Menschen ohne festen Wohnsitz bedeuten solche Temperaturen eine besondere Belastung, da ihnen anders als der übrigen Bevölkerung oft keine kühlen Rückzugsorte zur Verfügung stehen.

Klima-Oasen und Hitzepakete als Angebot der Caritas

Die Caritas der Erzdiözese Wien hat 24 sogenannte Klima-Oasen in Pfarren eingerichtet. Dort finden Betroffene Getränke, kleine Speisen sowie kühle Aufenthaltsräume, in denen sie sich ausruhen können. Laut Caritasdirektor Alexander Bodmann wurde dieses Angebot im vergangenen Jahr knapp 6.380 Mal genutzt. Bei der ersten großen Hitzewelle Ende Juni wurden zusätzliche Not-Klimaoasen geöffnet, um dem gestiegenen Bedarf zu begegnen.

Ergänzend bietet die Caritas sogenannte Hitzepakete für obdachlose Menschen an. Diese enthalten eine Isomatte, einen Sommerschlafsack, Sonnencreme, Trinkwasser und eine Kopfbedeckung. Über die Plattform www.wirhelfen.shop kann mit einer Spende von 50 Euro ein solches Paket finanziert werden. Wer Hilfe sucht oder vermitteln möchte, kann sich zudem an das Grufttelefon unter der Nummer 01 587 87 54 wenden.

Medizinische Versorgung und steigende Einsatzzahlen

Lisa Steiner leitet die Abteilung Pflege und Sozialarbeit im Neunerhaus Gesundheitszentrum in Wien-Margareten, Stephan Leick ist dort ärztlicher Leiter. Beide sind Teil der medizinischen Versorgungsstruktur, die sich um gesundheitliche Folgen der Hitze bei obdachlosen Menschen kümmert.

Die Berufsrettung Wien verzeichnet bei hohen Temperaturen einen Anstieg der Einsätze um rund zehn Prozent. Zu den häufigsten Einsatzursachen zählen dabei Kreislaufprobleme, Hitzekollaps und Dehydration. Diese Beschwerden treffen grundsätzlich alle Bevölkerungsgruppen, wirken sich bei Menschen ohne geschützten Rückzugsort jedoch besonders gravierend aus.

Notschlafplätze zwischen Winter und Sommer

Die Stadt Wien stellt im Rahmen des sogenannten Winterpakets in den kälteren Monaten rund 1.000 zusätzliche Notschlafplätze bereit. Im Sommer reduziert sich dieses Angebot auf rund 300 Schlafplätze. Diese Differenz zwischen den Jahreszeiten spiegelt die unterschiedliche Ausrichtung der städtischen Notversorgung wider, die traditionell stärker auf den Schutz vor Kälte als vor Hitze ausgelegt ist.

Umgang mit Hitzebelastung bei vulnerablen Gruppen

Grundsätzlich zählen Menschen ohne festen Wohnsitz zu jenen Gruppen, die von extremen Wetterlagen besonders betroffen sind. Ihnen fehlt in der Regel die Möglichkeit, sich in klimatisierten Wohnungen aufzuhalten oder ausreichend Trinkwasser und Schatten zu organisieren. Bei anhaltender Hitze steigt für sie das Risiko von Kreislaufproblemen und Dehydration deutlich.

Hilfsorganisationen orientieren sich bei der Gestaltung von Hitzeschutzmaßnahmen üblicherweise an ähnlichen Prinzipien wie bei der Kälteversorgung im Winter: Es geht um niederschwellige, leicht erreichbare Anlaufstellen, an denen Grundbedürfnisse wie Flüssigkeitszufuhr, Schutz vor extremer Witterung und kurzzeitige Erholung gedeckt werden können. Klima-Oasen in Pfarren oder ähnlichen Einrichtungen folgen diesem Ansatz, indem sie bestehende Infrastruktur nutzen, um kurzfristig zusätzliche Kapazitäten zu schaffen.

Auch Rettungsdienste passen ihre Einsatzplanung bei extremen Temperaturen an, da hitzebedingte Notfälle in dieser Zeit statistisch häufiger auftreten. Die Kombination aus präventiven Angeboten wie Hitzepaketen und akuter medizinischer Versorgung soll dazu beitragen, schwerwiegende gesundheitliche Folgen bei besonders gefährdeten Personengruppen zu vermeiden.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.