Hitzewelle in der Steiermark: Schulen sollen flexibel reagieren
Eine Hitzewelle erfasst derzeit Österreich. In der Steiermark sind Kinder und Lehrpersonal in Schulen stark betroffen. Die GeoSphere Austria hat für das kommende Wochenende für mehrere Regionen die höchste Wetterwarnstufe ausgerufen.
Hitzefrei ist in Österreich derzeit nicht vorgesehen. Die steirische Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner betont, dass dieses Thema zum jetzigen Zeitpunkt nicht zur Diskussion steht. Nach ihren Angaben sind die Bundesländer in dieser Frage abgestimmt.
Schulen setzen auf organisatorische Maßnahmen
Meixner fordert alle Schulleitungen auf, organisatorisch flexibel auf die Hitzewelle zu reagieren. Die Bildungsdirektion setzt dabei auf die Autonomie der einzelnen Schulen. In der Volksschule Flöcking in der Oststeiermark dürfen sich Kinder im Unterricht ihre Trinkpausen selbst einteilen. Schulleiterin Birgit Wagner nutzt zudem überdachte Terrassen und Bäume, damit Kinder sich im Schatten aufhalten können. Im ersten Stock des Gebäudes wurden in leeren Klassen Temperaturen von 29 Grad gemessen.
Michael Gruber, Vorsitzender des Zentralausschusses der Pflichtschullehrer in der Steiermark, weist auf die Situation in städtischen Schulen hin: In vielen Schulgebäuden in der Stadt gibt es überhitzte Räume ohne Lüftungssystem sowie fehlende Außenbeschattung. Bildungsdirektorin Meixner nennt dabei auch großflächige Glasfassaden als problematischen Faktor, da sich solche Gebäude schneller und länger erhitzen.
Höchste Warnstufe für mehrere Regionen
Die GeoSphere Austria hat wegen der Hitzewelle für das kommende Wochenende die höchste Wetterwarnstufe ausgerufen. Die betroffenen Gebiete wurden von Orange auf Rot hochgestuft. Betroffen sind der Nordosten Österreichs einschließlich des Raumes Wels und Linz sowie die Städte Graz, Klagenfurt und Villach. Die höchste Warnstufe steht für eine zu erwartende extreme Hitzebelastung.








