Trotz Temperaturen von teilweise mehr als 35 Grad sind die Menschen in Oberösterreich weiterhin zahlreich zum Blutspenden gegangen. Das Rote Kreuz zieht damit eine positive Bilanz der jüngsten Hitzewelle: Die hohen Temperaturen hätten sich nicht negativ auf die Spendenbereitschaft ausgewirkt.
Spendenbereitschaft bleibt trotz Hitzewelle stabil
Susanne Süßner, medizinische Direktorin der Blutzentrale des Roten Kreuzes in Linz, bestätigt, dass die Blutspender auch bei enormen Temperaturen treu geblieben sind. Aus ihrer Sicht ist Blutspenden auch bei großer Hitze nicht gefährlicher als zu anderen Jahreszeiten.
Süßner weist darauf hin, dass es vor der Blutspende wichtig sei, viel zu trinken und gut zu essen. Bei etwa einem Prozent der Blutspender kommt es nach der Blutabnahme grundsätzlich zu Kreislaufbeschwerden. Dieser Anteil ist laut den Angaben der Blutzentrale während der Hitzewellen der vergangenen Zeit nicht gestiegen.
Im Juni hatte das Rote Kreuz erneut öffentlich zum Blutspenden aufgerufen.
Voraussetzungen für eine Blutspende
Wer Blut spenden möchte, muss bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllen. Das Alter der Spender muss zwischen 18 und 70 Jahren liegen. Zudem ist ein Mindestgewicht von 50 Kilogramm vorgeschrieben. Spender dürfen zudem vorher nicht krank gewesen sein oder sich schwindelig fühlen.
Diese Kriterien dienen grundsätzlich dem Schutz der spendenden Person selbst sowie der Sicherheit der Blutprodukte, die später bei Patientinnen und Patienten zum Einsatz kommen. Vor jeder Spende wird üblicherweise der allgemeine Gesundheitszustand kurz abgefragt, um Risiken für den Kreislauf oder mögliche Komplikationen frühzeitig auszuschließen.
Flüssigkeitshaushalt bei hohen Temperaturen
Bei sommerlicher Hitze verliert der Körper grundsätzlich mehr Flüssigkeit über Schweiß, was sich auf den Kreislauf auswirken kann. Ausreichendes Trinken und eine angemessene Mahlzeit vor einem ärztlichen oder medizinischen Eingriff gelten deshalb allgemein als sinnvolle Vorbereitung, um Kreislaufschwankungen entgegenzuwirken. Blutspendedienste weisen üblicherweise unabhängig von der Jahreszeit auf solche vorbereitenden Maßnahmen hin, da sie das Risiko von Beschwerden nach einer Blutabnahme verringern können.







