Baustopp in der Salzburger Kaigasse: Stadt und Bauherrin beraten weiteres Vorgehen
In der Salzburger Kaigasse steht ein Bauvorhaben seit Jänner still, nachdem ein Wohnhaus unerlaubt weitgehend entkernt worden ist. Die Stadt Salzburg und die Bauherrin führen derzeit Gespräche über die weitere Vorgangsweise.
Das betroffene Haus in der Kaigasse wurde bis auf die Fassade entkernt. Nach Angaben der Stadt verstößt diese Entkernung gegen die bewilligten Baugenehmigungen, woraufhin am 21. Jänner ein Baustopp verhängt wurde. Offizieller Baubeginn für das Projekt war im Juli des Vorjahres.
Bauherrin des Projekts ist Birgit Polster. Sie erkennt in einer Aussendung an, dass vom Gebäude mehr abgerissen worden ist als ursprünglich genehmigt. Zugleich erklärt sie, von dem stärkeren Abriss sei keine historische oder schützenswerte Bausubstanz betroffen. Diese Aussage wird von Baustadträtin Anna Schiester (Grüne) bestätigt.
Zuletzt ruhten die Bauarbeiten in der Kaigasse, vor zwei Wochen wurde der Baukran von der Baustelle entfernt. Nach Angaben von Bauherrin und Stadt laufen seit dem Baustopp konstruktive Gespräche. In diesen Gesprächen soll die weitere behördliche Vorgangsweise für das Bauvorhaben festgelegt werden. Ziel ist es, eine Lösung zu finden, um den Baustopp möglichst rasch aufheben zu können. Ab wann die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden können, ist derzeit offen.
Im Rahmen des Projekts sollen in der Kaigasse Luxuswohnungen beziehungsweise exklusive Eigentumswohnungen entstehen. Der Projektbetreiber bewirbt im Internet Eigentumswohnungen mit bis zu 260 Quadratmetern Fläche und bezeichnet den Standort wörtlich als „historisch wertvollstes Viertel der Stadt“. Auf der Website des Projekts ist die Fertigstellung der Wohnresidenzen für 2027 angekündigt.
Hinweis zur Faktenprüfung
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