Reisetrends im Sommer: Mittelmeer, Busreisen und Kurzurlaube gefragt
Die Reisebüros in Niederösterreich blicken auf eine stabile Nachfrage nach Sommerurlauben. Die rund 240 Betriebe sehen für die kommende Saison klare Reisetrends.
Besonders gefragt sind Flugpauschalreisen ans Mittelmeer sowie Busreisen nach Kroatien und Italien. Auch Fernreisen werden weiterhin gebucht.
Hohe Nachfrage nach Pauschalreisen und Mittelmeerzielen
Laut der Wirtschaftskammer Niederösterreich sind Flugpauschalreisen ans Mittelmeer derzeit besonders gefragt. Zu den weiterhin beliebten Auslandszielen zählen Griechenland, Spanien, die Türkei, Zypern, Ägypten, Italien und Kroatien.
Martina Klamecker, Obfrau der niederösterreichischen Reisebüros in der Wirtschaftskammer, nennt neben Flugpauschalreisen ans Mittelmeer auch Reisen in nördlichere Destinationen als derzeit besonders nachgefragt. Zudem werden vermehrt reine Hotelaufenthalte im Inland und in den Nachbarländern gebucht.
Reisebüros verweisen verstärkt auf die Pauschalreise. Pauschalreisen sollen Reisenden im Fall von Problemen oder kurzfristigen Änderungen eine bessere Absicherung bieten.
Busreisen und Kurztrips im Trend
Busreisen haben zuletzt an Bedeutung gewonnen. Besonders gefragt sind laut Klamecker derzeit Bus-Badefahrten nach Kroatien und Italien.
Kurzreisen innerhalb Österreichs, etwa ins Salzkammergut, sind ebenfalls gefragt. Bei vielen Reisenden spielt neben dem Preis auch die Wahl des Verkehrsmittels eine größere Rolle als früher.
Last-Minute-Markt und Kapazitäten
Die Lage im Last-Minute-Bereich wird von Martina Klamecker als angespannt beschrieben. Besonders beliebte Last-Minute-Ziele liegen im Mittelmeerraum, vor allem in Spanien, der Türkei und Griechenland.
Die verfügbaren Kapazitäten für diese stark nachgefragten Last-Minute-Ziele im Mittelmeerraum sind bereits begrenzt. Die Fachgruppe empfiehlt Reisenden, die im Sommer verreisen wollen, sich frühzeitig um die Buchung zu kümmern.
Auswirkungen von Kosten und politischen Rahmenbedingungen
Hohe Sprit- und Kerosinpreise verteuern das Reisen. Zudem kommt es teilweise zu Flugstreichungen.
Der Flughafen in Schwechat berichtete Mitte April von einem Passagierrückgang im März von 90 Prozent aus Nahost. Politische Unruhen und Kriege können zu Flugverboten oder kurzfristigen Änderungen bei Sicherheitsstufen führen. Die Wirtschaftskammer sieht diese Entwicklungen als Herausforderung für die Reisebranche.
Beratungsbedarf und Absicherung
Viele Kundinnen und Kunden sorgen sich vor finanziellen Risiken, etwa wenn eine Reise nicht angetreten werden kann. In solchen Fällen wird laut Martina Klamecker im Reisebüro individuell beraten.
Aus Sicht der Branche bleibt die persönliche Beratung ein wichtiger Faktor. Ihre Bedeutung wird besonders bei Unsicherheiten rund um Krisen, Umbuchungen oder mögliche Ausfälle hervorgehoben.
Stabile Entwicklung der Reisebranche
Das Reisejahr 2024 war von starkem Wachstum geprägt. Buchungen und Umsätze haben sich im Jahr 2025 auf hohem Niveau stabilisiert.
Zu Beginn des Jahres blickten die Reisebüros in Niederösterreich auf ein stabiles Reisejahr 2025 zurück und zeigten sich für 2026 optimistisch.







