Immer mehr Volksschulkinder nehmen in Vorarlberg Ferien-Nachhilfe in Anspruch

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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In Vorarlberg nehmen Nachhilfe-Einrichtungen auch während der Sommerferien viele Anfragen entgegen. Der Bedarf ist groß, wie die Smile Akademie im Oberland und das Lernquadrat berichten. Besonders auffällig ist, dass immer mehr Volksschülerinnen und Volksschüler in den Ferien Nachhilfe in Anspruch nehmen.

Wiederholen und Vorbereiten in den Ferien

Kinder besuchen die Einrichtungen laut Elisabeth Baldauf-Geier, Gründerin der Smile Akademie, oft aus zwei Gründen: um den Stoff des vergangenen Schuljahres zu wiederholen oder sich bereits auf das kommende Schuljahr vorzubereiten. Die Nachhilfe wird nach ihren Worten damit häufig präventiv gebucht, nicht erst dann, wenn bereits schulische Probleme bestehen. Angela Schmidt vom Lernquadrat beschreibt, dass es in den Intensivkursen oft darum gehe, den gesamten Lernstoff eines Schuljahres zu üben und zu festigen.

Baldauf-Geier berichtet, dass die Nachfrage von Volksschülerinnen und Volksschülern in den vergangenen Jahren stetig gestiegen sei. Ein wichtiger Grund dafür ist der Übertritt in eine weiterführende Schule: Viele Eltern möchten, dass ihre Kinder gezielt auf die vierte Klasse vorbereitet werden, um den Wechsel ins Gymnasium zu schaffen. Beim Schulwechsel spielt aus Sicht vieler Eltern zudem das Englisch-Lernen eine große Rolle.

Sommerschule und Einzelstunden bei Nachprüfungen

Die Smile Akademie bietet in den Sommermonaten eine Sommerschule an, die vormittags in Kleingruppen stattfindet und wöchentlich buchbar ist. Besonders in der zweiten Hälfte der Sommerferien ist dieses Angebot bei vielen Eltern sehr beliebt. Einzelstunden werden nach Angaben der Einrichtungen meist dann gebucht, wenn für Schülerinnen und Schüler Nachprüfungen anstehen.

Auch im August ist die Nachfrage weiterhin hoch: Laut Schmidt buchen viele Eltern in diesem Monat Kurse für ihre Kinder oder verlängern bereits bestehende Anmeldungen. Bei den Fächern zeigt sich ein klares Muster. Die meisten Schülerinnen und Schüler nehmen Nachhilfe in Mathematik, gefolgt von Englisch und Deutsch. Baldauf-Geier ergänzt, dass zudem immer wieder Sprachen wie Französisch, Latein oder Spanisch gefragt seien.

Steigender Druck im Schulalltag

Beide Einrichtungen berichten übereinstimmend, dass die Anforderungen und der Druck in der Schule aus ihrer Erfahrung immer größer werden. Nach Einschätzung von Schmidt lernen Kinder in den Ferien in kleineren Gruppen entspannter und mit mehr Freude als während des regulären Schulbetriebs. Baldauf-Geier sieht in der Nachhilfe während der Sommerferien zudem eine Entlastung für die Eltern.

Nachhilfe als fester Bestandteil der Ferienzeit

Grundsätzlich hat sich Nachhilfeunterricht in den vergangenen Jahren in vielen Regionen zu einem festen Bestandteil der schulischen Praxis entwickelt, der längst nicht mehr nur bei akuten Lernschwierigkeiten gefragt ist. Üblicherweise unterscheiden Einrichtungen zwischen Angeboten zur reinen Wiederholung von Lerninhalten und solchen, die gezielt auf kommende Herausforderungen wie Schulwechsel, Aufnahmeprüfungen oder Nachprüfungen vorbereiten. Gerade der Übergang von der Volksschule in eine weiterführende Schule gilt allgemein als ein Punkt, an dem viele Eltern zusätzliche Unterstützung suchen, da hier oft über die weitere schulische Laufbahn der Kinder entschieden wird.

Auch die Struktur der Ferienangebote folgt in der Regel ähnlichen Mustern: Kleingruppen ermöglichen ein individuelleres Eingehen auf einzelne Schülerinnen und Schüler, während Einzelstunden meist dann zum Einsatz kommen, wenn kurzfristig konkrete Prüfungen bevorstehen. Die Fächer Mathematik, Englisch und Deutsch zählen in vielen Regionen traditionell zu den am häufigsten nachgefragten Bereichen, da sie als zentrale Grundlagenfächer für den weiteren Schulerfolg gelten. Fremdsprachen wie Französisch, Latein oder Spanisch werden dagegen meist punktuell nachgefragt, etwa im Zusammenhang mit bestimmten Schulzweigen oder Wahlpflichtfächern.

Dass Eltern die Ferienzeit zunehmend auch zur schulischen Vorbereitung nutzen, hängt allgemein mit der Wahrnehmung zusammen, dass Lerninhalte im Schulalltag dichter aufeinanderfolgen und weniger Raum für individuelle Wieder