Investitionsoffensive in Salzburg: Millionensumme für Kinderbetreuung und neues Studium an der FH sichern Betreuungsqualität
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Salzburg investiert verstärkt in Personal für Kinderbetreuung

Das Land Salzburg erhöht die Ausgaben für den Personalaufbau in der Kinderbetreuung deutlich. Gleichzeitig steigt die Zahl der betreuten Kinder und Jugendlichen sowie der Beschäftigten in diesem Bereich seit Jahren an.

Heuer gibt das Land mehr als eine Million Euro für den Personalaufbau in der Kinderbetreuung aus, nachdem im Vorjahr rund 600.000 Euro bereitgestellt wurden.

Landespolitik spricht von Entspannung am Arbeitsmarkt

Die zuständige Landeshauptfrau-Stellvertreterin für Kinderbetreuung, Marlene Svazek (FPÖ), erklärte, der Fachkräftemangel in der Kinderbetreuung entspanne sich langsam und man finde wieder Personal. Teilweise gebe es wieder Vollbesetzung beim Personal. Im Ländervergleich habe Salzburg mittlerweile den besten Betreuungsschlüssel, sagte Svazek.

Sie betonte zugleich, das Aus- und Fortbildungsangebot in der Kinderbetreuung müsse weiter ausgebaut und flexibler gestaltet werden.

Neues Studium für Elementarpädagogik an der FH Salzburg

An der FH Salzburg werden ab Herbst erstmals Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen ausgebildet. Laut Departmentleiterin Daniela Molzbichler umfasst das neue Studium 25 Studienplätze pro Jahr und dauert drei Jahre beziehungsweise sechs Semester.

Die Anmeldungen für das berufsbegleitende Studium laufen bis 15. Juli. Für die Aufnahme sind keine einschlägigen Vorkenntnisse erforderlich.

Mehr Kinder und Jugendliche in Betreuung

Die Betreuungszahlen von Kindern und Jugendlichen sind im Bundesland Salzburg auch heuer wieder angestiegen. Der stärkste Anstieg beim Betreuungsbedarf besteht bei den Null- bis Dreijährigen. Landesweit müssen zudem immer mehr Kinder nach der Schule betreut werden.

In der Stadt Salzburg wächst der Bedarf an Nachmittags- beziehungsweise Nachschulbetreuung jährlich um fünf Prozent. Trotz sinkender Geburtenraten bleibt der Betreuungsbedarf hoch. Der Anteil berufstätiger oder in Ausbildung befindlicher Mütter liegt im Bundesland bei 86 Prozent.

Deutlicher Personalzuwachs in den vergangenen Jahren

Vor zehn Jahren wurden im Bundesland Salzburg rund 20.000 Kinder institutionell betreut, heuer sind es knapp 22.700. Das entspricht einem Anstieg von rund 14 Prozent. Insgesamt werden derzeit knapp 35.200 Kinder und Jugendliche zwischen null und fünfzehn Jahren betreut, ein Zuwachs von rund 28 Prozent innerhalb von zehn Jahren.

Parallel dazu ist die Zahl der Beschäftigten in der Kinderbetreuung gestiegen. Im Bundesland Salzburg gibt es heute rund 3.400 Stellen auf Vollzeitbasis, vor zehn Jahren waren es gut 2.080. Das bedeutet ein Plus von 62 Prozent. Insgesamt, inklusive Teilzeitstellen, sind heute rund 5.300 Stellen besetzt, gegenüber knapp 3.150 im Betreuungsjahr 2015/16. Die Gesamtzahl der Stellen erhöhte sich damit binnen zehn Jahren um 69 Prozent.

Auswirkungen der TEZ-Insolvenz auf Kinderbetreuung

Das Kinderbetreuungsangebot in Salzburg ist von der Insolvenz des Trägers TEZ betroffen. Im Zusammenhang mit der Insolvenz wird die Übernahme von Tageseltern und 550 Kindern verhandelt. Das Hilfswerk ist ein möglicher Übernehmer.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.