Jeder Dritte in Österreich fühlt sich gelegentlich einsam – WHO warnt vor Gesundheitsrisiko

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Rund 28 Prozent der 18- bis 74-Jährigen in Österreich fühlten sich im zweiten Quartal 2025 gelegentlich einsam, acht Prozent gaben an, immer oder meistens einsam zu sein. Das geht aus Daten des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz hervor. Hochgerechnet entspricht der Anteil der gelegentlich einsamen Menschen rund 1.832.000 Personen. Der Aktionsmonat „Yellow September“ widmet sich in diesem Zusammenhang der Einsamkeit und ihren gesundheitlichen Folgen.

Einsamkeit als messbares Gesundheitsrisiko

Die Weltgesundheitsorganisation betrachtet soziale Verbundenheit als eine grundlegende Gesundheitsdeterminante. Weltweit ist laut Studien etwa jeder sechste Mensch von Einsamkeit betroffen. Besonders häufig betroffen sind Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen: Bei ihnen liegt der Anteil bei 13 Prozent, bei Menschen ohne solche Einschränkungen bei sechs Prozent.

Katharina Hüfner, Direktorin der Universitätsklinik für Psychiatrie II in Innsbruck, verweist darauf, dass Einsamkeit sowohl die psychische als auch die physische Gesundheit beeinflusst. Eine Metaanalyse der US-Psychologin Julianne Holt-Lunstad zeigt, dass Einsamkeit das Sterberisiko um 26 Prozent erhöht. Bei Menschen unter 65 Jahren fallen die Auswirkungen auf das Sterberisiko besonders deutlich aus. Ann-Christin Jahnke-Majorkovits, Psychologin am Landeskrankenhaus Hall und an der Universitätsklinik Innsbruck tätig, beschäftigt sich ebenfalls mit den gesundheitlichen Folgen von Einsamkeit.

Junge Menschen besonders im Blick

Auch bei Jugendlichen ist Einsamkeit ein relevantes Thema. Laut der österreichischen HBSC-Studie fühlen sich 22 Prozent der Mädchen und zehn Prozent der Burschen häufig einsam. Unter Jugendlichen, die dauerhaft von Einsamkeit betroffen sind, zeigen 59 Prozent Anzeichen einer depressiven Verstimmung.

Barbara Haid, Leiterin des Koordinationszentrums Psychotherapie und Klinische Psychologie der tirol kliniken sowie Präsidentin des Österreichischen Bundesverbands für Psychotherapie, ist im Themenfeld Einsamkeit und psychische Gesundheit ebenfalls eine der genannten Fachpersonen.

Soziale Beziehungen als Gesundheitsfaktor

Grundsätzlich gilt soziale Eingebundenheit in der Gesundheitsforschung seit Jahren als ein Faktor, der weit über das subjektive Wohlbefinden hinausgeht. Stabile Beziehungen können demnach Stressreaktionen im Körper abmildern, während anhaltende Einsamkeit mit erhöhten Entzündungswerten, Bluthochdruck und einem geschwächten Immunsystem in Verbindung gebracht wird. In der Fachliteratur wird häufig zwischen sozialer Isolation, also dem objektiven Fehlen von Kontakten, und subjektiv erlebter Einsamkeit unterschieden. Beide Formen können unabhängig voneinander auftreten: Menschen mit vielen sozialen Kontakten können sich einsam fühlen, während Menschen mit wenigen Kontakten sich nicht notwendigerweise einsam erleben.

Bei vergleichbaren Untersuchungen zeigt sich zudem, dass Übergangsphasen im Lebenslauf – etwa der Eintritt ins Berufsleben, ein Wohnortwechsel, der Verlust einer Partnerschaft oder der Ruhestand – das Risiko für Einsamkeit erhöhen können. Auch chronische Erkrankungen oder eingeschränkte Mobilität erschweren häufig die Aufrechterhaltung sozialer Kontakte, was die im Zusammenhang mit gesundheitlichen Einschränkungen beobachteten höheren Werte plausibel erscheinen lässt.

Anlaufstellen und Versorgungsstrukturen

In Österreich zählen psychotherapeutische und klinisch-psychologische Angebote zu den zentralen Anlaufstellen, wenn Einsamkeit mit psychischen Belastungen wie depressiven Verstimmungen einhergeht. Koordinationsstellen an Kliniken übernehmen dabei häufig die Aufgabe, Betroffene an passende Behandlungsangebote zu vermitteln und die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Fachbereichen zu organisieren. Aktionsmonate wie „Yellow September“ dienen in diesem Zusammenhang vor allem dazu, auf bestehende Unterstützungsangebote aufmerksam zu machen und das Thema Einsamkeit stärker in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern.

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Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.