Kärntens Pollenalarm: Nach Fichtenblüte rollt nun Welle an Gräserpollen heran
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Starke Blütenstaub-Belastung in Kärnten: Fichtenblüte vorbei, Gräserpollen nehmen zu

In Kärnten sind derzeit gelbe Wolken von Blütenstaub sichtbar, die sich auf Dächern, Gartenmöbeln, Autos und auf Gewässern ablagern. In der Ostbucht des Wörthersees liegt ein schleimiger, gelblicher Film aus Blütenstaub auf der Wasseroberfläche.

Die Fichtenblüte im Jahr 2026 war in Kärnten die stärkste seit 1980 und wird als Mastjahr bezeichnet. Nach Angaben des Pollenwarndienstes Kärnten produziert die Fichte in einem Mastjahr besonders viele Pollen, die aktuelle Situation wird dort als „ganz extrem“ beschrieben.

Die Fichtenblüte ist inzwischen vorbei, der Eintrag von Fichtenpollen hält jedoch an, weil Pollen von höheren Lagen heruntergeweht werden. Fichtenpollen verursachen nach den vorliegenden Einschätzungen in der Regel keine Allergien. Blütenstaub aus dieser Phase klebt jedoch hartnäckig auf Gartenmöbeln und Autodächern.

Zunehmende Pollenbelastung und Rolle des Klimawandels

Es wird von einer zunehmenden Pollenbelastung berichtet. Als ein Grund dafür wird der Klimawandel genannt. Pflanzen binden demnach CO2 aus der Luft und benötigen es für die Produktion von Blattmasse und Zucker. Bei einem höheren CO2-Gehalt in der Luft können sie die Photosynthese laut Darstellung leichter durchführen.

Beginn der Gräserblüte in Kärnten

Parallel dazu setzt in Kärnten die Gräserblüte ein. Beim Knäuelgras ragen bereits Staubbeutel sichtbar heraus, beim Glatthafer sind einzelne Staubgefäße zu erkennen, und auch am Goldhafer zeigt sich der Beginn der Blüte. Damit werden verstärkt Gräserpollen freigesetzt.

Gräserpollen verursachen besonders häufig Allergien. Es wird erwartet, dass in den zwei Wochen nach dem aktuellen Stand der Höhepunkt der Gräserblüte erreicht wird. Fast gleichzeitig beginnt auch die Roggenblüte.

Empfehlungen für Allergiker

Allergikern wird geraten, blühende Wiesen zu meiden und in den kommenden Wochen auch Roggenfelder zu umgehen. Für Spaziergänge werden Stadtgebiete oder der Wald empfohlen, insbesondere in den frühen Morgenstunden. Ab etwa 10.00 Uhr ist auch dort mit größeren Belastungen durch blühende Gräser zu rechnen.

Zur Verringerung der Pollenbelastung wird empfohlen, eine eng anliegende Brille oder einen Mundschutz zu verwenden.

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