Vegane Konditorei Moriz in Wien startet mit neuem Konzept neu
Die vegane Konditorei Moriz an der Mariahilfer Straße 204 im 15. Wiener Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus nimmt ihren Betrieb wieder auf. Rund eineinhalb Jahre nach der Insolvenz meldet sich das rein pflanzliche Bio-Café mit erweitertem Angebot zurück.
Die Wiedereröffnung ist für Freitag, den 15. Mai, angekündigt. In der Produktionsküche wurden bereits wieder die Lichter eingeschaltet, und über den Instagram-Kanal der Konditorei wurde ein Beitrag mit dem Hinweis „Freitag“ veröffentlicht.
Neustart mit erweitertem Angebot
Moriz versteht sich als rein pflanzliche Bio-Konditorei und verzichtet vollständig auf Milchprodukte und Eier. Nach der Wiedereröffnung sollen im Café vegane Croissants, Patisserie sowie Kaffee mit Milchalternativen angeboten werden. Das Café ist relativ klein und verfügt über rund sieben Tische, im Hintergrund arbeitet eine große Produktionsküche.
Zum neuen Betriebskonzept gehört zusätzlich eine pikante Küche mit Frühstück und Brunch. Vorgesehen sind verschiedene warme Gerichte sowie selbst gebackenes Brot und Aufstriche. Die meisten Mehlspeisen sollen wieder auf der Karte stehen, einige Stücke aus dem früheren Sortiment wurden gestrichen.
Öffnungszeiten und Betriebsstruktur
Nach dem Neustart wird Moriz vorerst von Freitag bis Sonntag jeweils von 8 bis 18 Uhr geöffnet haben. Für den Wiederbeginn wurde ein Team mit 15 Personen zusammengestellt. Beim früheren Betrieb umfasste das Team 25 Personen.
Künftig wird die Konditorei von der Vara Gastro GmbH betrieben. Die Insolvenz der bisherigen Betreiberfirma bleibt von der Neuübernahme unberührt. Die Fortführung des Konzepts wird unter anderem durch die Beteiligung eines stillen Teilhabers ermöglicht.
Konzept, Produktion und frühere Preisstruktur
Vor der Eröffnung im Juni 2024 wurde zweieinhalb Jahre an Konzept und Rezepten von Moriz gearbeitet. Zutaten, für die keine passenden veganen Alternativen am Markt gefunden wurden, wurden selbst produziert. Alle Produkte sind ausschließlich biozertifiziert, die Herstellung umfasst viel Handarbeit.
Im ersten Betriebsjahr wurden vor Ort unter anderem vegane Linzerschnitten, Topfengolatschen, Croissants und Schokoladentörtchen nach Sacher Art produziert. Ein Großteil des Umsatzes sollte durch Kooperationen mit Restaurants, Hotels oder Supermärkten erzielt werden. Damals kostete ein Croissant 3,50 Euro, eine Golatsche 5,50 Euro und ein Törtchen nach Art einer Sacher 6,90 Euro.
Das Café eröffnete ursprünglich im Juni 2024 und meldete rund sechs Monate später Insolvenz an. Die vegane Zuckerbäckerei wurde nach etwa einem halben Jahr Betrieb geschlossen, die Schließung sorgte für Aufmerksamkeit.







