Krebstherapie schädigt oft das Herz – Kongress in Wien zeigt Defizite in der Ausbildung
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Herzschutz bei Krebstherapie: Kongress in Wien beleuchtet kardio-onkologische Versorgung

In Österreich leben rund 400.000 Menschen mit einer früheren oder aktuellen Krebsdiagnose. Am 19. und 20. Juni fand in Wien ein europäischer Kardio-Onkologie-Kongress statt, bei dem aktuelle Forschungsergebnisse zur Herzgesundheit von Krebspatientinnen und -patienten vorgestellt wurden.

Umfrage zeigt Lücken in der kardio-onkologischen Ausbildung

Massimiliano Camillo von der Universitätsklinik Agostino Gemelli in Rom führte eine anonymisierte webbasierte Umfrage unter Kardiologinnen und Kardiologen in 63 Staaten durch. Dabei wurden knapp 400 digitale Fragebögen ausgefüllt. Die Ergebnisse zeigen, dass lediglich 10 Prozent der Befragten während des Medizinstudiums mit kardio-onkologischer Ausbildung in Kontakt gekommen waren. Während der Facharztausbildung lag dieser Anteil bei 17 Prozent. 87 Prozent der Befragten berichteten, dass an ihrer Einrichtung kein formales kardio-onkologisches Training vorhanden sei.

Meta-Analyse untersucht Herzschutz durch Medikamente

Ebenfalls beim Kongress präsentiert wurde eine Meta-Analyse unter Hauptautorenschaft von Wouter Meijers von der Erasmus MedUni in den Niederlanden. Die Analyse wertete Daten aus 49 Studien mit knapp 7.000 Patientinnen und Patienten aus. Im Mittelpunkt stand die sogenannte Auswurffraktion der linken Herzkammer, die unter normalen Umständen zwischen 55 und 70 Prozent des eingeströmten Blutes bei jeder Kontraktion auswirft.

Den Ergebnissen zufolge steigerten ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten die Auswurffraktion um 2,88 Prozent, Beta-Blocker im Vergleich zu Placebo um 1,2 Prozent. Die Kombination aus ACE-Hemmern beziehungsweise Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten und Beta-Blockern ergab eine Steigerung um 2,98 Prozent. Aldosteronantagonisten erzielten mit 4,68 Prozent den höchsten gemessenen Wert, während Statine die Auswurffraktion um 2,49 Prozent erhöhten.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.