Neues Allergie-Labor in Krems nimmt Forschung auf
An der Karl-Landsteiner-Privatuniversität in Krems ist ein neues Labor für Allergie-Forschung eröffnet worden. In dem Labor wird auf molekularer Basis zu Allergien gearbeitet und es werden neue diagnostische Verfahren entwickelt.
Ziel der Einrichtung ist es, die Bausteine von Allergien systematisch zu erfassen und damit die Grundlage für genauere Tests und Auswertungen zu schaffen. Das Labor wird von der gebürtigen Taiwanesin Huey-Jy Huang geleitet.
Forschung auf molekularer Ebene
In dem Labor werden Forschungsergebnisse gesammelt und die molekularen Bausteine von Allergien aufgezeichnet. Langfristig soll jede Allergie auf molekularer Basis nachgebaut werden können. Zudem werden regionale Unterschiede beim Auftreten von Allergien untersucht.
Zum Einsatz kommen dabei innovative Allergie-Chips. Mit diesen Chips sollen Allergien früh und präzise diagnostiziert werden. Im Labor werden außerdem neue Tests im Bereich Allergien entwickelt.
Einbettung in bestehenden Forschungsverbund
In Österreich wird seit Jahrzehnten an der Erforschung von Allergenen auf molekularer Basis gearbeitet. Seit 2020 besteht der Danube Research Allergy Cluster (DARC), an dem die Karl-Landsteiner-Privatuniversität in Krems, die Medizinische Universität Wien, die Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien und das Universitätsklinikum St. Pölten beteiligt sind.
Im Rahmen dieses Projekts arbeiten rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen. Rudolf Valenta ist Kopf des Danube Research Allergy Cluster und bezeichnet das neue Allergie-Labor in Krems als Meilenstein.
Aussagen zu Belastung durch Allergien
Es wird angegeben, dass etwa die Hälfte der Bevölkerung für Allergien anfällig ist und bei etwa 30 Prozent Allergien akut sind. Hausstaub, Tierhaare und Lebensmittel werden als Beispiele für mögliche Auslöser genannt. Allergien werden dabei als Beschwerden beschrieben, die von lästig bis gesundheitsgefährdend reichen können.
Im Zusammenhang mit der globalen Situation wird die Aussage wiedergegeben, dass bereits jetzt jeder Dritte weltweit von Allergien betroffen sei und in zehn Jahren bereits die Hälfte der Menschen weltweit betroffen sein könnte. Zudem wird davon gesprochen, dass fast ein Drittel der Menschen an Allergien leidet und die Tendenz steigend ist.
Finanzierung und Erwartungen
Die Kosten für das neue Labor betragen 940.000 Euro. Diese Summe wird vom Land Niederösterreich und der Medizinischen Universität Wien gemeinsam getragen.
Der niederösterreichische Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) äußert, dass sich von der Arbeit des Clusters und speziell des Labors eine spürbare Entlastung der Menschen erhofft wird. Andrea Olschwski, Rektorin der Karl-Landsteiner-Universität, spricht von einer wissenschaftlichen Begleitung der Arbeit des Labors durch internationale Spitzenforscherinnen und -forscher.







