Lobautunnel soll A23 entlasten – Diskussion über Rückbau der Südost-Tangente

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Nach derzeitigem Stand wird der Lobautunnel gebaut und soll die Südost-Tangente, die A23, entlasten. Die Fertigstellung wird für die 2040er-Jahre erwartet, die ASFINAG betont dabei, dass eine Fertigstellung nicht vor 2040 möglich sei. Vor diesem Hintergrund wird in Wien bereits über die künftige Rolle der A23 diskutiert, sollte der Verkehr auf der Tangente tatsächlich spürbar zurückgehen.

Diskussion um die Zukunft der Tangente

Die Südost-Tangente ist mit rund 17 Kilometern die kürzeste Autobahn Österreichs, gleichzeitig mit bis zu 220.000 Fahrzeugen pro Tag aber auch die meistfrequentierte. Wiens Verkehrsstadträtin Ulli Sima, SPÖ, fordert auf Nachfrage des ORF Wien weiterhin einen Rückbau der Tangente. Bereits 2021 hatte sie in einem Interview mit W24 erklärt, dass die Tangente für den Transitverkehr gesperrt werden müsse, sobald es eine Nordostumfahrung um Wien gibt. Als mögliche Nachnutzung nennt Sima die Einrichtung einer Fahrspur für E-Busse.

Der ARBÖ hat berechnet, welche Entlastung durch die geplante Nordostumfahrung, bestehend aus dem Ausbau der S1 und dem Lobautunnel, tatsächlich zu erwarten ist. Demnach könnte die Tangente um rund 70.000 Fahrzeuge täglich entlastet werden. Verkehrsplanerin Barbara Laa von der TU Wien weist jedoch darauf hin, dass ein Tunnel als hochrangiges Element im Verkehrsnetz auch zusätzlichen Verkehr erzeugen könne.

Die Tangente trennt mehrere Bezirke der Stadt in zwei Teile. Der Architektur- und Stadtkulturjournalist Wojciech Czaja bezeichnete die Straße im ORF-Podcast „Stadtwandel“ als Trennlinie durch Wien in ihrer derzeitigen Form. Auch das Naherholungsgebiet Grüner Prater wird von der Tangente durchschnitten. Landschaftsarchitekt Thomas Kerekes hält einen kompletten Abriss der Straße dennoch nicht für sinnvoll.

Beispiele für die Umgestaltung stillgelegter Stadtautobahnen

International gibt es bereits Beispiele dafür, wie stillgelegte Autobahntrassen in innerstädtischen Gebieten umgenutzt werden können. In Seoul wurde mit dem Seoullo Garden ein Park auf einer ehemaligen Hochstraße errichtet. Dort wurden rund drei Kilometer Autobahn stillgelegt und laut Czaja anschließend rund 30.000 Pflanzen gesetzt. Solche Projekte zeigen, dass innerstädtische Verkehrsflächen grundsätzlich auch für Grünraum, Fuß- und Radverkehr oder öffentlichen Nahverkehr nutzbar gemacht werden können, sobald der ursprüngliche Verkehrszweck entfällt oder deutlich reduziert wird.

Grundsätzlich hängt die Umnutzbarkeit einer bestehenden Autobahntrasse von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen etwa die bauliche Substanz, die Statik vorhandener Brücken- und Tunnelbauwerke sowie die Frage, ob eine Fläche ebenerdig verläuft oder als Hochstraße errichtet wurde. Bei einer möglichen Umwandlung in Flächen für Schienenverkehrsmittel müsste die Statik der bestehenden Konstruktion eigens geprüft werden, da Straßenbauwerke ursprünglich nicht für diese Belastungsart ausgelegt sind. Auch stadtplanerische Aspekte wie die Anbindung angrenzender Stadtteile oder die Schaffung durchgängiger Grün- und Wegeverbindungen spielen bei solchen Projekten üblicherweise eine wesentliche Rolle.

Im Fall der Wiener Tangente gibt es nach derzeitigem Stand noch kaum konkrete Gespräche über eine Nachnutzung der Fläche. Die tatsächliche Entlastungswirkung der geplanten Nordostumfahrung wird zudem von zahlreichen Verkehrsplanerinnen und Verkehrswissenschaftern angezweifelt. Wie eine mögliche künftige Gestaltung der A23 konkret aussehen könnte, ist damit ebenso offen wie die Frage, in welchem Ausmaß sich der prognostizierte Rückgang des Verkehrsaufkommens tatsächlich einstellen wird.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.