Mietwagen: Salzburger Arbeiterkammer warnt vor versteckten Kosten und nachträglichen Forderungen
In der Urlaubszeit steigt die Zahl der Beschwerden beim Konsumentenschutz rund um Mietwagen. Im Jahr 2026 stehen Mietwagen-Firmen besonders im Mittelpunkt. In Salzburg bearbeitet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer bis zu 100 entsprechende Fälle pro Jahr.
Zu den häufigsten Beschwerdegründen zählen versteckte Kosten, nachträgliche Forderungen und hohe Zusatzgebühren. Solche Gebühren können etwa für Kilometerleistung oder grenzüberschreitende Fahrten anfallen und sind oft nur im Kleingedruckten der Verträge ausgewiesen. Manche Zusatzgebühren können laut Arbeiterkammer jedoch berechtigt sein – etwa Bearbeitungskosten, wenn das Mietfahrzeug geblitzt wurde.
Schäden besonders häufiges Thema
Derzeit häufen sich Beschwerden über angeblich durch Mieterinnen und Mieter verursachte Fahrzeugschäden, für die Zahlung gefordert wird. Der Konsumentenschutz der Salzburger Arbeiterkammer weist darauf hin, dass in solchen Fällen die Beweislast beim Vermieter liegt.
Probleme treten nach Angaben der AK deutlich häufiger bei kleineren, lokalen Anbietern auf als bei großen internationalen Unternehmen. AK-Konsumentenschützerin Eva Klampferer erklärt, dass bei kleineren lokalen Betrieben das Recht am Sitz des Vermieters durchgesetzt werden muss, da der Klagsort der Leistungsort ist. Bei großen internationalen Firmen sei hingegen oft deutsches oder österreichisches Recht anwendbar.
Empfehlungen der Arbeiterkammer
Die Salzburger Arbeiterkammer empfiehlt, Forderungen von Mietwagen-Firmen nicht voreilig zu bezahlen. Im Zweifelsfall sollten sich Betroffene an die Juristinnen und Juristen beim Konsumentenschutz wenden.







