Nachtschließung der Ambulanz im LKH Hohenems löst politische Debatte aus
Die Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) will die Ambulanz des Landeskrankenhauses (LKH) Hohenems in der Nacht schließen. Die Ankündigung sorgt in Vorarlberg für politische Diskussionen über die Gesundheitspolitik des Landes.
Ab Juli soll im LKH Hohenems zwischen 21.00 Uhr und 7.00 Uhr kein ambulanter Betrieb mehr stattfinden. Als Grund nennt die KHBG eine geringe Auslastung bei gleichzeitig erheblichem personellem Aufwand.
Begründung durch Krankenhausbetriebsgesellschaft
KHBG-Geschäftsführer Gerald Fleisch verweist auf eine Analyse der Gesellschaft, wonach im LKH Hohenems zwischen 21.00 Uhr und 7.00 Uhr durchschnittlich 6,6 Patientinnen und Patienten behandelt werden. Zwei Drittel davon kommen demnach ohne Überweisung in das Krankenhaus, ein Drittel wird von der Rettung eingeliefert.
Die Krankenhäuser Hohenems und Dornbirn liegen mit dem Auto je nach Fahrstrecke rund sieben bis elf Kilometer auseinander. Das Landeskrankenhaus Feldkirch ist vom LKH Hohenems aus rund 20 Auto-Kilometer entfernt.
Kritik von NEOS und SPÖ an Gesundheitspolitik
NEOS und SPÖ kritisieren im Zusammenhang mit der geplanten nächtlichen Ambulanz-Schließung in Hohenems die Gesundheitspolitik der Vorarlberger Landesregierung. NEOS-Klubobfrau Claudia Gamon äußerte sich in einer Aussendung zur teilweisen Schließung der Ambulanz und bemängelte, dass die Belegschaft nicht eingebunden worden sei.
Die NEOS hatten bereits zuvor Pläne vorgelegt, die Zahl der Spitäler in Vorarlberg auf zwei zu reduzieren. Nun fordern sie eine öffentliche Debatte über die Zukunft der Vorarlberger Spitalslandschaft unter Einbindung von Belegschaft, Gemeinden und Bevölkerung.
Auch SPÖ-Gesundheitssprecherin Manuela Auer äußerte in einer Aussendung Kritik an der Gesundheitspolitik der Landesregierung. Sie wirft der Landesregierung vor, im Gesundheits- und Sozialbereich zu kürzen, und bezieht sich dabei auch auf die geplante Schließung der Abgabestellen für Substitutionsmedikamente in Bregenz und Feldkirch bis Ende 2026.
Substitutionsmedikamente und nächtliche Versorgung
Laut den vorliegenden Informationen sollen drogenkranke Menschen ihre Substitutionsmedikamente künftig nur noch in öffentlichen Apotheken abholen können. Auer kritisiert in diesem Zusammenhang, dass ein Nachtportier und die Gesundheitsberatung unter der Rufnummer 1450 eine reguläre Ambulanz nicht ersetzen könnten.
Bewertung durch Bürgermeister Egger
Der Hohenemser Bürgermeister Dieter Egger (FPÖ) bezeichnet die nächtliche Schließung der Spitalsambulanz in Hohenems als nachvollziehbar. Er betont, dass alle gefordert seien, Gesundheitssysteme effizient zu gestalten. Aus seiner Sicht sind effizient gestaltete Gesundheitssysteme eine Voraussetzung, um ein gutes medizinisches Niveau aufrechtzuerhalten.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








