Narrenturm: Neue Sonderschau widmet sich dem elektrischen Unfall
Das Naturhistorische Museum Wien zeigt im Narrenturm die Sonderschau „Vorsicht Hochspannung“. Die Ausstellung ist dem elektrischen Unfall gewidmet und läuft vom 24. Juni 2026 bis zum 24. April 2027.
Zahlreiche Ausstellungsstücke stammen aus dem früheren Elektropathologischen Museum, das im Volksmund als „Stromtotenmuseum“ bekannt war.
Geschichte der Sammlung
Das Elektropathologische Museum wurde 1936 von Samuel Jellinek – später Stefan Jellinek – eröffnet. Jellinek lebte von 1871 bis 1968. Das Museum befand sich im Allgemeinen Krankenhaus, unweit des heutigen Ausstellungsorts im Narrenturm. Im Jahr 2002 wurde es endgültig geschlossen. Rund 300 Präparate der Sammlung gelangten anschließend in den Narrenturm.
Wiener Physiker als Pionier der Unfallprävention
Die Schau beleuchtet auch die Geschichte der Unfallprävention. Der Wiener Physiker Gottfried Biegelmeier (1924–2007) wirkte entscheidend an der Entwicklung des FI-Schalters mit.
Aktuelle Unfallzahlen
Die Elektrounfallstatistik für Österreich weist für das Jahr 2024 insgesamt 214 erfasste Stromunfälle aus, davon endeten zwei tödlich.
Verantwortlich für die Ausstellung zeichnen Eduard Winter als Kustos der Pathologisch-anatomischen Sammlung sowie Laura Lick als wissenschaftliche Mitarbeiterin derselben Sammlung. Generaldirektorin des Naturhistorischen Museums ist Katrin Vohland.







