Saisonarbeitskräfte aus Nepal gewinnen im Salzburger Tourismus an Bedeutung
Das Arbeitsmarktservice (AMS) Salzburg registriert eine wachsende Bedeutung nepalesischer Saisonarbeitskräfte im heimischen Tourismus. Nach Bosniern, Serben und Kosovaren stellen Nepalesen mittlerweile die viertgrößte Gruppe unter den Saisonarbeitskräften in der Region.
Das Kontingent für Saisonarbeitskräfte hat sich seit 2021 stark ausgeweitet: Es stieg von knapp 400 auf beinahe 2.400 im aktuellen Jahr – eine Versechsfachung innerhalb weniger Jahre. Die Bewilligungszahlen für nepalesische Arbeitskräfte entwickeln sich weiterhin nach oben.
Demographischer Wandel als Hintergrund
AMS-Chefin Julia Kröll nennt den demographischen Wandel als wesentlichen Grund für den gestiegenen Bedarf an ausländischen Arbeitskräften. Der Druck aus der heimischen Wirtschaft sei in den vergangenen Jahren groß gewesen. Besonders bei abgelegenen Berg- und Almhütten sei es traditionell schwierig, heimisches Personal zu vermitteln – Arbeitskräfte aus Nepal seien mit diesen Arbeitsrealitäten vertraut und daher gerne gesehen.
Eigenes Abkommen für nepalesische Arbeitskräfte
Neben einem bestehenden Westbalkan-Kontingent für Arbeitskräfte aus Serbien, Bosnien und Albanien gibt es ein eigenes Abkommen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Nepal. Dieses Abkommen umfasst den Bereich Berg-, Alm- und Schutzhütten und zielt auf die wirtschaftliche Entwicklung sowie die Professionalisierung in Hotellerie und Gastronomie ab. Auf der Wiechenthaler Hütte bei Saalfelden im Pinzgau arbeiten bereits seit Jahren Arbeitskräfte aus Nepal.








