Geplante Paketsteuer soll ab Oktober Preise für Online-Bestellungen erhöhen
In Österreich ist eine neue Steuer auf Paketlieferungen geplant, die ab Oktober zu steigenden Preisen bei Bestellungen über große Verkaufsplattformen führen soll. Die Bundesregierung will die Einnahmen aus dieser Paketsteuer nutzen, um Steuern auf Grundnahrungsmittel zu senken.
Vorgesehen ist, dass künftig pro Paket oder Sendung zwei Euro fällig werden. Betroffen sein sollen vor allem große Unternehmen im Versandhandel, die mehr als 100 Millionen Euro Umsatz in Österreich erzielen.
Kritik aus dem Handel und Auswirkungen auf Online-Plattformen
Händler üben massive Kritik an der geplanten Paketsteuer. In Kärnten könnten nach ersten Erhebungen mehrere hundert Händler betroffen sein. Diese Einschätzung stammt vom Sprecher in der Wirtschaftskammer für den Onlinehandel, Markus Miklautsch.
Nach Angaben von Miklautsch trifft die Paketabgabe jeden, der über Amazon versendet, da Amazon dann als Logistiker gilt. Die Abgabe werde Amazon verrechnet und anschließend weitergegeben – zunächst an die Händler und in weiterer Folge an die Endkunden. Miklautsch betont, dass von der Regelung nicht nur große Händler betroffen seien.
Beispiel aus Kärnten und EU-Entwicklungen
In einer Klagenfurter Firma von Daniel Abart werden Zirbenprodukte vertrieben, Bestellungen kommen aus ganz Europa. Das Hauptgeschäft wurde jahrelang über Amazon abgewickelt. Seit dem Vorjahr setzt das Unternehmen verstärkt auf den eigenen Online-Shop und bietet nur noch knapp unter zehn Prozent seiner Produkte auf internationalen Plattformen an.
Zusätzlich zu der geplanten nationalen Paketsteuer plant die EU laut den vorliegenden Informationen ab Sommer zusätzliche Einfuhrgebühren auf chinesische Produkte. Miklautsch bezweifelt, dass die österreichweite Regelung zur Paketsteuer EU-konform ist.







