Neues Hirntumorzentrum am Wiener AKH soll Behandlung junger Krebspatienten verbessern

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Im Wiener AKH ist ein neues Hirntumorzentrum für Kinder und Jugendliche eingerichtet worden. Dort arbeiten Experten aus verschiedenen medizinischen Disziplinen zusammen, um Diagnostik und Behandlung von Hirntumoren bei jungen Patienten zu bündeln. Die Wissenschaft unterscheidet mehr als 100 verschiedene Arten von Hirntumoren bei Kindern und Jugendlichen, die sich in Verlauf und Behandelbarkeit deutlich voneinander unterscheiden.

Neues Zentrum bündelt Fachwissen am AKH

Im Hirntumorzentrum kooperieren Fachleute unterschiedlicher Disziplinen bei Diagnose und Therapie. Johannes Gojo, Professor für Pädiatrische Neuro-Onkologie am AKH, ist Teil dieser Struktur. Am AKH werden neue Therapien und Therapieansätze entwickelt, während an der Universität Wien neue Behandlungsverfahren sowohl in klinischen Studien als auch in der Laborforschung untersucht werden. Die Medizinische Universität Wien ist zudem an zahlreichen internationalen Studien und Forschungsnetzwerken beteiligt.

Ein zentrales Ziel der Arbeit im neuen Zentrum besteht darin, die molekularen Eigenschaften einzelner Tumore besser zu verstehen. Daraus sollen personalisierte Therapiemaßnahmen abgeleitet werden, die individuell auf die jeweilige Tumorbiologie zugeschnitten sind.

Große Unterschiede bei den Überlebenschancen

Hirntumore gelten als häufigste Todesursache durch Krebs bei Kindern und Jugendlichen. Die Prognosen unterscheiden sich dabei stark je nach Tumorart. Kinder mit niedriggradigen Hirntumoren erreichen häufig langfristige Überlebensraten von über 90 Prozent. Bei hochgradigen Hirntumoren liegen die durchschnittlichen Überlebenschancen dagegen bei nur zwölf Monaten. In den vergangenen Jahrzehnten konnten bei dieser Gruppe von Tumoren keine signifikanten Verbesserungen in der Therapie erzielt werden.

Auch bei erfolgreicher Behandlung bleibt die Erkrankung für viele Betroffene nicht folgenlos. Kinder und Jugendliche, die einen Hirntumor überlebt haben, leiden oft unter Spätfolgen, die sie über den Behandlungszeitraum hinaus begleiten.

Molekulare Diagnostik als Grundlage individueller Behandlung

Die Unterscheidung von mehr als 100 verschiedenen Hirntumorarten bei Kindern und Jugendlichen spiegelt die Komplexität wider, mit der pädiatrische Neuro-Onkologie grundsätzlich konfrontiert ist. Anders als bei vielen Tumoren im Erwachsenenalter handelt es sich bei kindlichen Hirntumoren um eine sehr heterogene Gruppe von Erkrankungen, die sich in ihrem biologischen Verhalten oft grundlegend unterscheiden.

In der onkologischen Forschung hat sich in den vergangenen Jahren die molekulare Charakterisierung von Tumoren als wichtiges Werkzeug etabliert. Dabei werden genetische und molekulare Merkmale eines Tumors analysiert, um Rückschlüsse auf sein Wachstumsverhalten und mögliche Angriffspunkte für Therapien zu ziehen. Solche Analysen bilden häufig die Grundlage für personalisierte Behandlungskonzepte, die stärker auf die Eigenschaften des einzelnen Tumors abgestimmt sind als klassische, einheitliche Therapieschemata.

Klinische Studien spielen bei der Weiterentwicklung solcher Ansätze grundsätzlich eine zentrale Rolle. In ihnen werden neue Wirkstoffe oder Behandlungskombinationen unter kontrollierten Bedingungen erprobt, bevor sie breiter zum Einsatz kommen können. Internationale Forschungsnetzwerke ermöglichen es dabei, auch bei seltenen Tumorarten ausreichend große Patientengruppen für aussagekräftige Studienergebnisse zusammenzuführen. Gerade bei seltenen Erkrankungen im Kindesalter ist eine solche länderübergreifende Zusammenarbeit oft notwendig, um überhaupt belastbare wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachrichtungen gilt in der pädiatrischen Onkologie allgemein als wichtiger Bestandteil der Behandlung. Neurochirurgische, onkologische, strahlentherapeutische und weitere Fachbereiche müssen bei der Betreuung betroffener Kinder häufig eng aufeinander abgestimmt vorgehen, um sowohl die Tumorerkrankung selbst als auch mögliche Folgen der Behandlung angemessen zu berücksichtigen.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.