Hitzewarnung in Vorarlberg: Kinder und Tiere nie im Auto lassen
Die Hitze in Vorarlberg hält an. Der ÖAMTC und die Initiative „Sicheres Vorarlberg“ warnen vor den Gefahren überhitzter Fahrzeuge – besonders für Kinder und Tiere.
Schon bei milderen Außentemperaturen kann die Temperatur im Fahrzeuginneren schnell auf über 50 Grad steigen. Messungen zeigen, dass sich der Innenraum eines Autos bereits binnen fünf Minuten deutlich erhitzt. Innerhalb einer Viertelstunde werden im Fahrzeug bis zu 45 Grad erreicht.
Kein wirksamer Schutz durch geöffnete Fenster
ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl betont, dass ein in der Sonne geparktes Auto innerhalb weniger Minuten zur lebensgefährlichen Hitzefalle werden kann. Fenster einen Spalt offen zu lassen helfe so gut wie nichts, da die Luftzirkulation zu gering sei. Kinder und Tiere sind bei Hitze noch gefährdeter als Erwachsene. Babys können sich kaum bemerkbar machen und dehydrieren sehr schnell. Tiere leiden zusätzlich unter ihrem Fell.
ÖAMTC und „Sicheres Vorarlberg“ mahnen daher: Kinder und Tiere sollten nie im Auto gelassen werden – auch nicht für kurze Zeit.
Was bei einem Notfall zu tun ist
Wer ein Kind oder ein Tier in einem überhitzten Auto entdeckt, sollte sofort Hilfe rufen. Bei einer lebensbedrohlichen Situation gilt es, zuerst Polizei und Feuerwehr zu alarmieren. Die Einsatzkräfte können Kinder und Tiere sicher befreien und weiter versorgen. Als letztes Mittel bei unmittelbarer Gefahr ist das Einschlagen einer Scheibe zulässig.
Empfehlungen für Fahrten bei Hitze
- Vor dem Einsteigen alle Türen öffnen und das Fahrzeug gut lüften
- Kindersitze und Gurte auf Hitze überprüfen
- Autofahrten möglichst außerhalb der Mittagshitze planen
- Für ausreichend Getränke sorgen
- Klimaanlage nutzen, den Luftstrom dabei nicht direkt auf Kinder lenken
- Sonnenschutzmatten verwenden – sie helfen, ersetzen aber keine Vorsicht








