ÖGK plant Prostatakrebs-Screening für Männer ab 50
Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) plant ein Screeningprogramm zur Früherkennung von Prostatakrebs. In Österreich erkranken jährlich rund 8.000 Männer neu an dieser Krebsart, in Wien ist statistisch jeder achte Mann im Laufe seines Lebens betroffen.
Die Initiative für das Programm geht auf Shahrokh Shariat zurück, den Leiter der Universitätsklinik für Urologie der MedUni Wien. Die ÖGK unterstützt das Früherkennungsprogramm und legt derzeit die Umsetzungsschritte fest. Auch die Ärztekammer trägt das Vorhaben mit.
Einladung und Ablauf
Künftig sollen alle Männer ab 50 Jahren schriftlich zur Untersuchung eingeladen werden. Derzeit gehen in dieser Altersgruppe nur 30 Prozent zur Vorsorgeuntersuchung. Prostatakrebs verursacht im Frühstadium meist keine Beschwerden, was eine aktive Einladungsstrategie nach Angaben der Beteiligten besonders relevant macht.
Im Mittelpunkt des geplanten Screenings steht der PSA-Test, der den Wert des prostataspezifischen Antigens im Blut misst. Bei deutlich erhöhtem PSA-Wert folgen eine MRT-Untersuchung und bei Bedarf Gewebeproben. Eine rektale Untersuchung ist im geplanten Programm nicht mehr vorgesehen.
Gezielte Teststrategie
Shariat erläutert, dass bei einer zielgerichteten Teststrategie die meisten Männer nur zwei bis drei PSA-Tests im Leben benötigen. Männer mit drei PSA-Werten unter eins im Abstand von jeweils fünf Jahren weisen laut Shariat ein extrem niedriges Risiko auf, jemals an einem klinisch relevanten Prostatakarzinom zu erkranken.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








