Personalmangel flutet Gastronomie: Klosterneuburger Kneipen in der Krise

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Gastronomie in Klosterneuburg kämpft mit Personalmangel

In Klosterneuburg im Bezirk Tulln macht sich der Personalmangel in der Gastronomie deutlich bemerkbar. Ein Gasthaus neben dem Strandbad sucht seit etwa einem Jahr nach einem Koch und findet nach eigenen Angaben kaum geeignete Fachkräfte.

Der Gastronom Klaus Döller, der in dem als Familienbetrieb beschriebenen Gasthaus tätig ist, berichtet von laufenden Bewerbungen auf die ausgeschriebene Stelle. Unter den Interessentinnen und Interessenten sieht er jedoch keine ernsthaften Kandidatinnen oder Kandidaten für die Position. Für die Sommermonate sei inzwischen eine Besetzung gefunden, die Suche nach weiterem Personal gehe jedoch weiter.

Reaktionen der Betriebe und Gäste

Döller gibt an, in seinem Betrieb über dem Kollektivvertrag zu bezahlen und zu versuchen, auch Sommerurlaube für Beschäftigte zu ermöglichen, obwohl das Gasthaus in den Sommermonaten das meiste Geschäft macht. Nach Darstellung der Wirtschaftskammer Niederösterreich reagieren viele Gastronomiebetriebe auf den Personalmangel, indem sie Öffnungszeiten reduzieren oder die Speisekarte verkleinern.

Bei einem Lokalaugenschein in Klosterneuburg zeigen viele Gasthausbesucher laut Bericht Verständnis für solche Maßnahmen. Gäste äußerten sich unter anderem zu verkleinerten Speisekarten und geänderten Öffnungszeiten, darunter Robert Danzinger aus Klosterneuburg und Margot Weidner aus Wien.

Entwicklung am Arbeitsmarkt

Der Personalmangel beschäftigt die Gastronomie laut Beschreibung seit Jahren. In der Branche Beherbergung und Gastronomie waren im Vorjahr laut Daten des Arbeitsmarktservice (AMS) rund 960 Stellen offen. Vor vier Jahren wurde ein Höchststand von mehr als 1.600 offenen Stellen genannt, vor zehn Jahren waren es rund 300.

Die Wirtschaftskammer Niederösterreich berichtet, dass sich die Lage bei Anlernkräften leicht entspannt habe. Bei Fachkräften sei es hingegen weiterhin schwierig, offene Stellen zu besetzen. Als Reaktion auf den Personalmangel würden manche Betriebe kleinere Speisekarten einführen oder ihre Öffnungszeiten verkürzen.

Stabile Nachfrage, sinkende Margen

Mit Blick auf die Sommersaison spricht die Wirtschaftskammer von einer aus aktueller Sicht stabilen Nachfrage. Gleichzeitig seien selbst volle Gaststuben nach Kammerangaben kein Garant mehr für gute betriebswirtschaftliche Ergebnisse.

Die Wirtschaftskammer stellt fest, dass sich die Marge in den vergangenen Jahren verschlechtert habe. Die Inflation könne nicht immer vollständig an die Gäste weitergegeben werden.

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