PFAS-Chemikalien im Blut von Salzburgern nachgewiesen
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PFAS-Chemikalien im Blut von Salzburgern nachgewiesen

Im Bundesland Salzburg wurden bei Tests PFAS-Chemikalien im Blut von Einwohnerinnen und Einwohnern nachgewiesen. Die Untersuchungen wurden von der Partei Die Grünen beauftragt.

Zu den getesteten Personen zählt Gertrude Egger, Gemeindevertreterin der Grünen. Bei ihr wurden PFAS im Blut festgestellt, allerdings in einer Menge, die nach aktuellem Stand noch nicht als gesundheitsbedrohlich eingestuft wird.

Was sind PFAS?

Bei PFAS handelt es sich um per- und polyfluorierte Chemikalien, von denen rund 10.000 chemische Verbindungen bekannt sind. Sie bauen sich nur sehr langsam ab und werden deshalb als „ewig“ bezeichnet. Gemessen werden sie in Milliardstel Gramm pro Kubikzentimeter Blut. Nach Einschätzung des Umweltmediziners Hans-Peter Hutter gelten PFAS als gefährlich für Immunsystem und Stoffwechsel sowie als krebserregend.

Die Aufnahme erfolgt über Haut, Atmung und vor allem über die Ernährung. PFAS kommen unter anderem in der Beschichtung wasserdichter Kleidung, in Lebensmittelverpackungen und in Bratpfannen vor. Eine Kennzeichnungspflicht für PFAS besteht nicht.

Nachweise in der Region

Im Flachgau wurden PFAS in den Gemeinden Lamprechtshausen und Anthering festgestellt. Darüber hinaus wurden die Chemikalien im Grundwasser und im Feinstaub am Flughafen nachgewiesen. PFAS gelangen auch ins Trinkwasser.

Grüne fordern Verbot

Die Grünen, vertreten unter anderem durch Landespartei-Obfrau Martina Berthold, fordern ein vollständiges Verbot der per- und polyfluorierten Chemikalien.