Postkarten aus Vorarlberg: Schauplätze des westlichsten Bundeslandes im Rampenlicht des ESC 2026
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Vorarlberger Schauplätze prägen ESC-Postkarten-Videos 2026

Beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien spielen Vorarlberger Landschaften und Bauwerke in den sogenannten Postkarten-Videos eine sichtbare Rolle. Mehrere Beiträge werden mit Motiven aus dem westlichsten Bundesland angekündigt.

Das große Finale des Eurovision Song Contest findet am 16. Mai 2026 in Wien statt. Bereits in den Halbfinalshows kamen die Postkarten-Clips zum Einsatz, die die Künstlerinnen und Künstler der teilnehmenden Länder vorstellen.

Tradition der Postkarten-Videos

Postkarten-Videos werden beim Eurovision Song Contest seit 1970 verwendet. Erstmals kamen sie 1970 in Amsterdam zum Einsatz. Die kurzen Clips werden jeweils vor einem Auftritt gezeigt und kündigen die nächste Künstlerin oder den nächsten Künstler an.

Im Jahr 2026 zeigen die Postkarten Plätze und Landschaften aus ganz Österreich. Die auftretenden Künstlerinnen und Künstler werden dabei in Bilder von Orten und Landschaften hineinprojiziert.

Vorarlberger Motive im internationalen Rampenlicht

Zu den in den Postkarten gezeigten Vorarlberger Motiven gehören der Skyspace in Lech, eine Riesenschaukel in Damüls, die Bielerhöhe, das Posthus in Egg und das Frauenmuseum in Hittisau. Vorarlberg ist in mehreren Videoclips vertreten.

Im ersten Halbfinale am Dienstag kündigte ein Clip unter dem Motto „Vorarlberger Architektur trifft auf Vorarlberger Landschaft“ die Sängerin Tamara Živković an, die beim Eurovision Song Contest 2026 für Montenegro antrat. Im Clip für Montenegro sind das Frauenmuseum in Hittisau und eine von Sou Fujimoto gestaltete Bushaltestelle in Krumbach als Beispiele für Vorarlberger Architektur zu sehen. Als Beispiel für Vorarlberger Landschaft wird die Bielerhöhe gezeigt, über dem winterlichen Vermunt-Stausee „schwebt“ die Sängerin virtuell. Auch die Busfahrt durch den Tunnel auf der Anreise zur Bielerhöhe wurde in diesem Clip verwendet. Montenegro schied im Halbfinale aus.

Israels Kandidat Noam Bettan wird in seinem Postkarten-Video auf eine der Riesenschaukeln („Hutschn“) in Damüls projiziert. In diesem Clip „rudert“ er zudem virtuell auf einem Boot durch das Skigebiet in Damüls. Israel konnte sich für das Finale qualifizieren.

Großbritanniens Kandidat nennt sich „Look Mum No Computer“. Der Beitrag wird mit Bildern aus Lech angekündigt, der Künstler wird unter anderem in den Skyspace in Lech projiziert. Der Skyspace ist ein architektonisches Kunstwerk von James Turrell in den Bergen und wurde vom privaten Verein Horizon Field errichtet. Großbritannien ist als eines der großen ESC-Länder automatisch im Finale dabei.

Dreharbeiten auf der Bielerhöhe

Für die ESC-Postkarten-Clips wurde im Jänner auf der Bielerhöhe gedreht. Die Anreise dorthin erfolgt mit der Vermuntbahn und anschließend mit einem Bus durch zwei enge Tunnel. „Vorarlberg heute“ begleitete das Kamerateam beim Dreh in der Silvrettaregion.

Kamerafrau Simone Hart war beim Dreh auf der Bielerhöhe im Einsatz. Sie betonte, dass die Auswahl der Motive für die ESC-Postkarten sehr wichtig sei. Kolleginnen und Kollegen hätten im Vorfeld die ihrer Ansicht nach schönsten Plätze in Österreich ausgesucht. Das Team habe das Privileg, diese Orte abzufahren und mit der Kamera einzufangen.

Public Viewing in Dornbirn

Am Abend des ESC-Finales bietet der ORF Vorarlberg in der Messehalle Dornbirn ein Public Viewing mit Party zum Song Contest an.