Wiener S-Bahn-Stammstrecke wird ab Juli schrittweise gesperrt
Ab 4. Juli wird die Wiener S-Bahn-Stammstrecke schrittweise gesperrt. Täglich nutzen laut dem Verkehrsverbund Ostregion (VOR) rund 200.000 Fahrgäste diese Strecke. Für Pendlerinnen und Pendler aus Niederösterreich sind umfangreiche Ersatzmaßnahmen geplant.
Erste Sperrphase ab Juli
Vom 4. Juli bis 6. September fährt zwischen Wien Praterstern und Wien Floridsdorf keine S-Bahn. Als Ersatz sind zwei Buslinien vorgesehen: ein Direktbus zwischen Praterstern und Floridsdorf sowie ein Ersatzbus mit Halten bei Traisengasse und Handelskai. Ab 10. August kommen zusätzliche Sperren nördlich von Wien hinzu. Betroffen sind dabei Verbindungen Richtung Jedlersdorf, Korneuburg, Gerasdorf, Wolkersdorf sowie Süßenbrunn.
Längere Sperre ab September 2025 bis Oktober 2027
Ab 7. September ist der Abschnitt zwischen Wien Praterstern und Wien Hauptbahnhof beziehungsweise St. Marx bis Ende Oktober 2027 gesperrt. Die geplanten Bauarbeiten umfassen längere Bahnsteige, neue Sicherungstechnik und modernisierte Stellwerke. Ein großflächiger klassischer Schienenersatzverkehr durch Wien ist für diesen Zeitraum nicht vorgesehen.
Stattdessen sind folgende Maßnahmen geplant: ein Shuttlebus zwischen Wien Meidling und der U4- und U6-Station Längenfeldgasse, dichtere Intervalle auf der U1, längere Straßenbahnen auf der Linie O sowie eine Verlängerung der Linie 18 bis zur U2-Station Stadion. Die S7 vom Flughafen Schwechat fährt während der Hauptsperre nur bis beziehungsweise ab St. Marx, ohne direkten U-Bahn-Anschluss. Laut VOR wird der Flughafenzug über den Hauptbahnhof umgeleitet, von wo alle 30 Minuten eine Verbindung zur U1 und weiter nach Meidling mit Anschluss an die U6 besteht.
Niederösterreich verstärkt Regionalbusse
Landeshauptfrau-Stellvertreter Udo Landbauer (FPÖ) hatte die Niederösterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG) beauftragt, mögliche Lücken für niederösterreichische Pendlerinnen und Pendler zu analysieren. Die NÖVOG plant, die Regionalbusse der Linien 217, 218 und 272 umzustellen und zu verstärken. Auf den Linien 217 und 218 sollen in der Hauptverkehrszeit von Montag bis Freitag künftig vier bis fünf Busse pro Stunde fahren, bisher waren es zwei bis drei. Die Auslastung der Busse soll über automatische Fahrgastzählgeräte beobachtet werden.
Politische Reaktionen
NEOS-Verkehrssprecher Christoph Müller warnte im Frühjahr vor massiven Problemen im Pendlerverkehr. Laut NEOS sind insgesamt 190.000 Wien-Pendlerinnen und -Pendler aus Niederösterreich betroffen, darunter rund 60.000, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Die NEOS fordern zusätzliche Schnellbuslinien zu wichtigen Umsteigeknoten, laufende Kontrolle von Fahrzeiten, Pünktlichkeit und Auslastung sowie eine gemeinsame Taskforce von ÖBB und NÖVOG. Zudem sprechen sie sich für eine temporäre Ausweitung der Kernzone 100 aus. Grünen-Verkehrssprecher Georg Ecker hatte im März einen besseren Schienenersatzverkehr für Pendlerinnen und Pendler aus Niederösterreich gefordert.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








