Selbstbehalt bei Krankentransporten in Salzburg: Rund 12.000 Rechnungen seit Einführung
Seit einem Jahr gilt in Österreich eine Regelung, wonach Patientinnen und Patienten für planbare, aber nicht dringend notwendige Krankentransporte einen Selbstbehalt leisten müssen. In Salzburg hat die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) seither rund 12.000 Rechnungen zugestellt.
Das Rote Kreuz Salzburg wickelt jährlich 185.000 Krankenfahrten ab. Die Zahl der Rettungsfahrten sei im vergangenen Jahr stabil geblieben, teilt die Organisation mit.
Gestaffelte Kosten je nach Transportart
Für Fahrten ohne akuten medizinischen Anlass wird die Rezeptgebühr in Höhe von 7,55 Euro verrechnet. Ist bei einem Transport ein Sanitäter erforderlich, beträgt der Selbstbehalt 15,10 Euro. Bestimmte Fahrten sind von der Kostenbeteiligung ausgenommen: Transporte zur Dialyse, zur Chemotherapie sowie zur Strahlentherapie bleiben weiterhin kostenlos.
Die ÖGK stellte Anfang des Jahres erstmals Rechnungen für entsprechende Transportfahrten zu. Das Rote Kreuz hatte bereits ab 2023 niedergelassene Ärzte und Krankenanstalten über die neue Regelung informiert. Stefan Soucek ist interimistischer Leiter des Rettungsdienstes beim Roten Kreuz Salzburg.







