Salzburg eröffnet Welterbezentrum mit historischem Stadtpanorama in der Orangerie
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Neues Welterbezentrum Orangerie Salzburg öffnet am 27. Juni

In Salzburg eröffnet am 27. Juni ein neues Museum: Die Orangerie Salzburg beim Mirabellgarten präsentiert das historische Stadtpanorama von Johann Michael Sattler und widmet sich der Vermittlung des UNESCO-Welterbes. Das Gebäude, das frühere Barockmuseum, stand seit 2012 leer und wurde für die neue Nutzung saniert, baulich adaptiert und barrierefrei zugänglich gemacht.

Betrieben wird die Orangerie von der Salzburg Museum GmbH, die sich zu gleichen Teilen im Besitz von Stadt und Land Salzburg befindet.

Sattler-Panorama als zentrales Ausstellungsstück

Das Herzstück der Ausstellung ist das Rundgemälde von Johann Michael Sattler, das zwischen 1825 und 1829 entstand. Das Werk ist 25,53 Meter lang und 4,86 Meter hoch und zeigt den Blick von der Festung auf die Stadt und ihr Umland an einem Spätsommertag. Kurator Werner Friepesz vom Salzburg Museum bezeichnet es als das einzige erhaltene Reisepanorama seiner Art.

Nach einer ersten Ausstellung in Salzburg wurde das Panorama über zehn Jahre in zahlreichen europäischen Städten gezeigt. Von 1977 bis 2001 war es am Mönchsberg im ehemaligen Café Winkler zu sehen, von 2005 bis 2023 im Panorama-Museum am Residenzplatz. Der bisherige Standort am Residenzplatz wird künftig für das Belvedere Salzburg in der neuen Residenz benötigt.

Kosten und Finanzierung

Der Umbau des Gebäudes kostete knapp 4,7 Millionen Euro – rund 800.000 Euro weniger als ursprünglich budgetiert. Stadt und Land Salzburg teilten sich diese Kosten. Hinzu kamen 1,5 Millionen Euro für die Ausstattung der Welterbe-Ausstellung, ebenfalls je zur Hälfte von Stadt und Land getragen. Die barrierefreie Erschließung schlug mit rund 300.000 Euro zu Buche, die allein die Stadt übernahm.

Digitale Vermittlung und Welterbe-Kontext

Ergänzend zum Panorama wurden zahlreiche digitale Formate entwickelt. Das Projekt Living Picture erweckt historische Fotografien durch 3D-Animation zum Leben. Das Format (Bau)Kultur erleben informiert über Gebäude und Projekte im Sinne des Welterbeschutzes. Die historische Altstadt von Salzburg trägt seit 1996 den Status UNESCO-Weltkulturerbe. Florian Meixner vertritt in diesem Zusammenhang die Österreichische UNESCO-Kommission.

Bereits 2013, 2014 und 2018 hatte es Anläufe für ein Welterbe-Besucherzentrum in der Stadt gegeben. Ursprünglich war am jetzigen Standort der Orangerie ein Sound-of-Music-Museum vorgesehen.